Verkehrssicherheit im Alter - Eine Sache der Biographie

Aeltere Kraftfahrer sind in der Unfallstatistik - absolut gesehen - unterrepraesentiert und auch relativiert an ihrer Fahrleistung keine herausragende Problemgruppe. Aeltere Fahrer werden weitaus seltener auffaellig durch Alkohol- oder Tempodelikte als juengere, eher aber durch "unsichere Fahrweise", durch Verstoesse gegen Vorfahrberechtigung, durch Bagatellunfaelle. Wenn aeltere Fahrer Zweifel an ihrem verkehrssicheren Verhalten aufkommen lassen, reicht es im Rahmen psychologischer Begutachtung nicht aus, das Leistungsverhalten mit Hilfe von Testverfahren oder einer Fahrprobe zu pruefen, sondern es kommen auch Persoenlichkeit und Biographie ins Spiel. An zwei Falldarstellungen wird erlaeutert, dass in der Biographie und in den im Lebenslauf entwickelten Handlungsorientierungen bedeutsame Faktoren feststellbar sein koennen, die bei der Prognose kuenftigen Verhaltens eine Rolle spielen. Diagnostische Bemuehungen um biographisch verankerte Handlungs- und Lebensorientierungen sind nicht nur bei aelteren Kraftfahrern sinnvoll. Sie markieren den Uebergang von der qualifizierenden Eignungsdiagnostik zu foerderungs- und therapieorientierten Diagnostik, was auch im Falle juengerer Probanden sinnvolle Perspektiven eroeffnet. Vortrag, gehalten zum Thema "Verkehrsrisiken und Lebenszyklus" des 37. BDP-Kongresses fuer Verkehrspsychologie vom 14.-16.9.1998 in Braunschweig. Siehe auch Gesamtaufnahme des Kongresses, ITRD-Nummer D344401.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 763-70
  • Monograph Title: Fahrerassistenzsysteme: Fragen an die Psychologie aus der Sicht des Kfz-Ingenieurs
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01199411
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-931589-31-5
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:40PM