Menschengerechte Geschwindigkeit - Tempo 30/50 im Ortsgebiet

Im Beitrag wird fuer die Einfuehrung einer generellen Geschwindigkeitshoechstgrenze von 30 Stundenkilometern im Ortsgebiet plaediert. Von 1961 bis 1998 starben in Oesterreich ueber 71.000 Menschen im Strassenverkehr. Die Zahl der jaehrlichen Verkehrstoten ist zwar seit den 70er Jahren kontinuierlich zurueckgegangen, naemlich von fast 3.000 auf etwa 1.000, die Zahl der Verletzten allerdings nur von etwa 70.000 auf 50.000. In der Oeffentlichkeit bleibt weitgehend unberuecksichtigt, dass jaehrlich 10.000 bis 12.000 Fussgaenger und Radfahrer verletzt und zwischen 200 und 300 getoetet werden und dass dafuer nicht angepasste Geschwindigkeit im Ortsgebiet eine Hauptursache ist. Um in Zukunft eine nennenswerte Verringerung der Toten und Verletzten erreichen zu koennen, muessen Massnahmen zur Reduktion der Geschwindigkeit des Autoverkehrs gesetzt werden. Informationskampagnen, die eine langsamere Fahrweise anregen, reichen nicht aus. Auch Tempo 30-Regelungen ohne flankierende Massnahmen sind unzureichend. Dem Verletzungsrisiko der "ungeschuetzten" Verkehrsteilnehmer nicht angemessen ist die derzeit geltende Regelung, dass es erst bei einer Ueberschreitung der zulaessigen Hoechstgeschwindigkeit im Ortsgebiet um mehr als 40 Stundenkilometer zu einer Fuehrerscheinabnahme kommt. Die Forderung nach Tempo 30 innerorts - zumindest in Wohngebieten - findet derzeit bei Entscheidungstraegern und vor allem bei Autofahrern noch nicht die gewuenschte Akzeptanz. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD-Nummer D335887. (KfV/A)

  • Authors:
    • Schrammel, E
  • Publication Date: 1999

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01199052
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:33PM