Ergebnisse der belgischen Studie "Toxikologie und Trauma" (BTTS): Drogenpraevalenz in Blut und Urin bei verletzten Fahrern

Results of the Belgian toxicology and trauma study (BTTS): prevalence of drugs in blood and urine of injured drivers

Das Ziel der belgischen Toxikologie- und Traumatologiestudie war es abzuschaetzen, inwieweit bei unfallverletzten Kraftfahrern der positive Nachweis von Alkohol und Drogen gefuehrt werden konnte, von welcher Art und Schwere die entsprechenden Verkehrsunfaelle waren und ob zwischen den gefundenen Erhebungen Zusammenhaenge bestehen. Die Studie umfasst in einem 17-monatigen Zeitraum in den Jahren 1995 und 1996 die Untersuchung von 2.053 Kraft- und Fahrradfahrern im Alter von ueber 14 Jahren, die nach einem Verkehrsunfall mindestens 24 Stunden im Krankenhaus verweilen mussten oder dort an den Folgen ihrer Verletzungen starben. Fuenf Krankenhaeuser aus verschiedenen belgischen Staedten (Bruessel, Gent, Leuven, Liege und Namur) beteiligten sich an der Studie. Ein Auswertungsbogen wurde erstellt, in dem neben Daten wie Unfallzeitpunkt, -ort und -dynamik auch Angaben zu Fahrerfahrungen, zum sozialen Status, zur Risikobereitschaft, zur individuellen medizinischen Vorgeschichte sowie zum Alkohol- und Drogenkonsum eingetragen wurden. Die toxikologische Untersuchung wurde direkt in den Laboratorien der partizipierenden Krankenhaeuser durchgefuehrt und belief sich auf die Bestimmung von Ethanol aus Vollblut und auf das qualitative Screening von Drogen und Medikamenten aus Urin mittels FPIA (Fluorescence Polarization Immuno Assay). Die Bestaetigungsanalyse wurde aus Urin mittels GC-MS (Gas Chromatography-Mass Spectrometry) durchgefuehrt, ausgenommen der Barbiturate, die aus Plasma mittels GC-NPD, und der Benzodiazepine, die aus Plasma mittels GC-ECD und HPLC (Hochleistungs-Fluessigkeitschromatographie) bestimmt wurden. Bei an Wochentagen verunglueckten Fahrern wurde bei 22 Prozent eine Blutalkoholkonzentration (BAK) oberhalb des in Belgien festgelegten gesetzlichen Limits von 0,5 Promille festgestellt, mit einem Anstieg auf 39 Prozent an den Wochenenden. Bei naechtlichen Unfaellen hatten 48,7 Prozent der Opfer eine Blutalkoholkonzentration (BAK) groesser als 0,5 Promille, an Wochenenden sogar 54,3 Prozent. (A) Beitrag zum 1. Internationalen Symposium ROSITA Roadsite Testing Assessment, Homburg/Saar, 4. November 1999. Siehe auch IDS-Nummer D342842.

Language

  • English

Media Info

  • Pagination: 44-52
  • Monograph Title: ROSITA Roadside Testing Assessment. Erstes Internationales Symposium, 4. November 1999
  • Serial:
    • Blutalkohol
    • Volume: 37
    • Issue Number: Supplement 1
    • Publisher: Bund gegen Alkohol im Strassenverkehr eV
    • ISSN: 0006-5250

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01198866
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:30PM