GADGET

GADGET. Guarding Automobile Drivers through Guidance Education and Technology. Final Report. Investigations on Influences upon Driver Behaviour - Safety Approaches in Comparison and Combination

Das von der EU-Kommission gefoerderte Projekt GADGET hatte das Ziel, die Auswirkungen von Verkehrssicherheitsmassnahmen auf das Verhalten der Fahrer zu bewerten. Die Aufarbeitung vorhandener Literatur, die Entwicklung einer theoretisch fundierten Kategorisierung von Massnahmen sowie die Sichtung und Bewertung von Evaluationsergebnissen wurde in fuenf, nach inhaltlichen Schwerpunkten eingeteilten Arbeitsgruppen durchgefuehrt. Der vorliegende Endbericht fuehrt die Ergebnisse der fuenf Arbeitsgruppen mit allgemeinen Ueberlegungen zum Fahrerverhalten, die parallel diskutiert wurden, zusammen. Der Bericht beschreibt zunaechst das vorgeschlagene Modell des Fahrerverhaltens und legt anschliessend die Ergebnisse der fuenf Arbeitsgruppen dar. GADGET verwendete allgemeine Modelle der Verhaltensregulierung, des erlernten Verhaltens und der Verhaltensanpassung. Eine vereinfachte Variante des in der Psychotherapie angewandten SORC-Modells (Stimulus-Organism-Reaction-Consequence) wurde entwickelt. Dabei wird davon ausgegangen, dass jeder ausgeuebte Einfluss Wirkung auf drei Ebenen haben kann: 1. Grundkonstitution einer Person; 2. Prinzipien der Verhaltensregulation; 3. Verhaltensaenderung infolge der Konsequenzen von Verhalten. Sieben Mechanismen der Einflussnahme sind dabei von Bedeutung: auf Ebene 1 die Beeinflussung der psychophysiologischen und der affektiv-mentalen Grundkonstitution, auf Ebene 2 Quantitaet und Qualitaet der verschiedenen Sinneseindruecke, die Bewertungsmuster und die Meinungen zum Verhalten in bestimmten Situationen sowie auf Ebene 3 Feedback-Lernen und kognitive Anpassung des Verhaltens. Die Arbeitsgruppe 1 "Telematik" bewertete im Rahmen eines Literaturueberblicks die verschiedenen telematischen Sicherheitseinrichtungen im Fahrzeuginneren, entwickelte entsprechende Bewertungsrichtlinien und diskutierte notwendige Forschungsarbeiten. Arbeitsgruppe 2 untersuchte den Einfluss von verkehrstechnischen Massnahmen auf das Fahrerverhalten. Arbeitsgruppe 3 bewertete die Fahrerausbildung, Fahrertests, Fahrertraining und Fahrernacherziehung. Arbeitsgruppe 4 beschaeftigte sich mit der Wirksamkeit von Sicherheitskampagnen in den Medien und Arbeitsgruppe 5 mit gesetzlichen Massnahmen und Gesetzesvollzug, speziell mit den Problemen Alkohol, Geschwindigkeit und Benuetzung des Sicherheitsgurts. Die Ergebnisse jeder Arbeitsgruppe werden jeweils in das vorgeschlagene Modell des Fahrerverhaltens integriert. Es hat sich gezeigt, dass der empirische Nachweis der Effizienz von Sicherheitsmassnahmen ungenuegend ist. Die Relevanz von Evaluationsstudien ist oft eingeschraenkt, weil zum Beispiel lediglich Unfalldaten herangezogen werden. Evaluationsstudien sollten in viel groesserem Ausmass Verhaltensvariablen einbeziehen. Fuer Kosten-Nutzen-Analysen gibt es ebenfalls keine ausreichende empirische Basis. Abschliessend werden die von GADGET erarbeiteten Empfehlungen fuer die Bewertung von Sicherheitsmassnahmen vorgestellt. (KfV/A)

  • Availability:
  • Corporate Authors:

    KURATORIUM FUER VERKEHRSSICHERHEIT

    OELZELTGASSE 3
    WIEN,   OESTERREICH  A-1031
  • Authors:
    • Maekinen, T
    • Sagberg, F
    • SCHULZE, H
    • SIEGRIST, S
    • CHRIST, R
    • DELHOMME, P
    • KABA, A
  • Publication Date: 2000-1

Language

  • English

Media Info

  • Pagination: 87S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01198783
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • ISBN: 3-7070-0037-0
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:28PM