Rekordspannweiten norwegischer Spannbetonbalkenbruecken

Zwei im Norden Norwegens gebaute Spannbetonbalkenbruecken sind mit ihren maximalen Spannweiten von 298 und 301 Metern in Bereiche vorgestossen, die sonst nur seilverspannten Systemen vorbehalten waren. Beide verbinden karge Felseninseln. Wegen des geringen Verkehrs aufgrund der duennen Besiedelung konnten die Brueckenbreiten gering gehalten werden, sodass die Schlankheit der Bauwerke besonders hervortritt. Die 711 Meter lange Raftsundbruecke ist ein als Kastentraeger ausgebildetes vierfeldriges Rahmentragwerk ohne speziellen Festpunkt in Laengsrichtung. Die drei hohen elastischen Zwischenpfeiler stabilisieren den Ueberbau durch Einspannung an den Pfeilerkoepfen. An den Brueckenenden sind verschiebliche Lager angeordnet. Zur Gewichtsersparnis und aus Gruenden des Gleichgewichts beim Freivorbau wurde die Hauptoeffnung auf 224 Meter Laenge in Leichtbeton LC 60 ausgefuehrt. Die 467 Meter lange Bruecke ueber den Stolmasund ist ebenfalls ein Rahmentragwerk aber ueber drei Felder. Sie wurde nach dem gleichen Prinzip wie die Raftsundbruecke entworfen und gebaut. In ihre kurzen Endfelder wurde zur Vermeidung abhebender Kraefte Kies als Ballast eingebaut. Die Mitteloeffnung besteht auf 182 Meter Laenge ebenfalls aus LC 60. Die Bauhoehe der Bruecke betraegt in Feldmitte 3,50 Meter und am Pfeiler 15,00 Meter. Skizzen und Bilder ergaenzen den Bericht.

  • Authors:
    • EWERT, S
  • Publication Date: 2000

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 72-3
  • Serial:
    • Bautechnik
    • Volume: 77
    • Issue Number: 1
    • Publisher: Ernst (Wilhelm) and Sohn

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01198749
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:27PM