Wettbewerb im oeffentlichen Nahverkehr: Gefordert, gefuerchtet und verteufelt

Busse und Bahnen werden in Deutschland ueberwiegend von Unternehmen im Eigentum der Oeffentlichen Hand betrieben. Lange Zeit haben sie sich, unter Missachtung europaeischen Rechts dem Wettbewerb entzogen. Auch sechs Jahre nach der Bahnreform ist nur ein Bruchteil der Leistungen im Nahverkehr der Bahn ausgeschrieben worden. Nur durch gezielte ordnungspolitische Eingriffe kann der ehemalige Monopolist daran gehindert werden, potenziellen Konkurrenten den Markteintritt zu erschweren. Auch kommunale Verkehrsbetriebe haben in ihren Eignern eine maechtige Lobby, Wettbewerb zu verhindern. Haeufig wird die Wissenschaft bemueht, um Wettbewerb zu verteufeln. Argumentiert wird, dass dieser zu einem Konzentrationsprozess europaeischer Systemanbieter fuehren wuerde. Die Verfasser betonen, dass Bahn und kommunale Verkehrsbetriebe weniger ihre intramodalen Wettbewerber fuerchten sollten, sondern eher den intermodalen Wettbewerber, den Pkw. In der Zeit seit der Bahnreform setzt dieser Wettbewerber zu einem Innovations- und Kostensenkungswettlauf an, der das, was sich bei Bussen und Bahn tut, uebertrifft. Titel in Englisch: Competition in shorthaul transport: an essential requirement yet feared and maligned.

  • Authors:
    • EWERS, H -
    • ILGMANN, G
  • Publication Date: 2000

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 17-20
  • Monograph Title: Umweltschutz bei Bahnmotoren. Workshop des Umweltbundesamtes und der DB AG
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01198704
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:26PM