Zur Ermittlung des Brandverhaltens von Druckgliedern aus hochfestem Beton - Schaffung von Berechnungsgrundlagen fuer das Trag- und Verformungsverhalten unter Feuerangriff (Ergaenzung)

In systematischen Hochtemperatur-Materialuntersuchungen an Kleinprobekoerpern wurden fuer hochfeste Betone der Festigkeitsklassen B 65, B 85, B 105 und B 115 thermomechanische Kennwerte, insbesondere Spannungs-Dehnungslinien bei erhoehten Temperaturen, ermittelt. Weiterhin wurden die temperaturabhaengigen thermomechanischen Kennwerte in Versuchen bestimmt beziehungsweise anhand der Temperaturmesswerte aus Erwaermungsversuchen und Bauteilbrandversuchen berechnet. Die thermischen und mechanischen Kenntwerte wurden in das institutseigene Simulationsprogramm STABA-F eingebaut, mit dem Brandversuche an Druckgliedern aus unterschiedlich hochfesten Betonen mit zufriedenstellender Uebereinstimmung nachgerechnet wurden. Zur Verminderung der mit zunehmender Betonfestigkeit wachsenden Abplatzneigung wurden alternativ der Einbau einer Schutzbewehrung oder der Zusatz von Kunststofffasern empfohlen und experimentell bestaetigt. Die Forschungsergebnisse wurden im Abschlussbericht ausfuehrlich dokumentiert. Sie sind auch bereits in den Abschnitt 26 der "Richtlinie fuer hochfesten Beton, Ergaenzung zu DIN 1045/07.88 fuer die Festigkeitsklassen B 65 bis B 115" des Deutschen Ausschusses fuer Stahlbeton und in den Gelbdruck von DIN 1045-1, Ausgabe 1979-02, eingeflossen. Die thermomechanischen Materialgesetze fuer rechnerische Nachweise des Brandverhaltens wurden in allen Faellen noch nicht angegeben, weil sie infolge der begrenzten Versuchsanzahl bei relativ grossen Streuungen noch mit einigen Unsicherheiten behaftet sind. Durch eine Bewilligung von zusaetzlichen Mitteln wurde die experimentelle Basis fuer die Materialgesetze erweitert und weiter abgesichert. Hierzu wurden stationaere sigma-epsilon-Versuche und instationaere Warmkriechversuche ergaenzend an einem Beton der Festigungsklasse B 105 jeweils mit und ohne Faserzusaetze geprueft, um die bisherigen Luecken beziehungsweise Inkonsistenzen der Versuchsergebnisse weitgehend zu schliessen beziehungsweise zu beseitigen. Abschliessend wurden die Nachweise mit tabellarischen Daten sowie vereinfachten und genauen Rechenverfahren in Anlehnung an den Eurocode 2 Teil 2-1 eingebracht. (A) Kurzbericht zur einem Forschungsprojekt im Auftrag des Deutschen Beton-Vereins e.V., Wiesbaden.

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01198675
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:26PM