Der Schock nach dem Crash - die auf der Strecke bleiben. Psychologische Hilfe nach Unfaellen

Verkehrsunfaelle koennen bei den Beteiligten zu lang andauernden psychischen Beschwerden fuehren. Viele Betroffene leiden unter einer posttraumatischen Belastungsstoerung (PTBS). Die Symptome einer PTBS werden wie folgt definiert: A. Die Betroffenen sind einem Ereignis oder Geschehen von aussergewoehnlichen Bedrohungen ausgesetzt, das nahezu bei jedem tiefgreifende Verzweiflung ausloesen wuerde. B. Erinnerungen halten an (zum Beispiel sich wiederholende Traeume). C. Der Belastung aehnelnde Umstaende werden tatsaechlich oder moeglichst vermieden. D. Entweder werden wichtige Aspekte der Belastung nicht erinnert, oder es treten anhaltende Symptome auf mit zum Beispiel folgenden Merkmalen: Ein- und Durchschlafstoerungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhoehte Schreckhaftigkeit. E. Die Kriterien B, C und D treten innerhalb von 6 Monaten nach dem Belastungsereignis oder nach Ende einer Belastungsperiode auf. Da Unfallbeteiligte ihre Extremerlebnisse oft nicht aus eigener Kraft loesen koennen, bietet sich die Einrichtung von Anlaufstellen an, in denen Personen und Informationen verfuegbar sind, mit deren Hilfe die organisatorische und psychische Bewaeltigung von Unfallfolgen besser als bisher erfolgen kann. Seit den 80er Jahren wurde psychologische Unfallnachsorge entwickelt und seit Beginn der 90er Jahre praktisch durchgefuehrt. Das Behandlungskonzept wurde im Rahmen des "Koelner Modells" auch auf den Bereich des oeffentlichen Nahverkehrs uebertragen. Siehe auch Gesamtaufnahme des Jahrbuchs Verkehrsrecht 2000, IDS-Nummer D342701.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 335-8
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01198478
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-8041-2093-8
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:22PM