Elektrochemische Realkalisierung zur Instandsetzung korrosionsgefaehrdeter Stahlbetonbauteile

Der Korrosionsschutz des Bewehrungsstahls von Stahlbeton- und Spannbetonbauwerken erfolgt durch die hohe Alkalitaet des Betonporenwassers, die eine Passivierung der Stahloberflaeche bewirkt. Die Passivschicht ist eine submikroskopisch duenne Oxidschicht, die den Korrosionsangriff verhindert. Durch aussere Einfluesse - insbesondere Carbonatisierung des Betons - kann die erforderliche Alkalitaet des Porenwassers abgebaut werden, die Passivierung des Stahls und damit der Korrosionsschutz verloren gehen und Korrosion eintreten. Ziel des Forschungsvorhabens war es, ein Verfahren zu entwickeln mit dem es gelingt, die nicht mehr vorhandene Passivitaet durch eine elektrochemische Realkalisierungsbehandlung wiederherzustellen, um damit die Carbonatisierungskorrosion zu stoppen und das Risiko fuer neu einsetzende Korrosion stark zu mindern. Das Prinzip der elektrochemischen Realkalisierung wird dargestellt: Auf der Betonoberflaeche wird ein Anodennetz in eine alkalische Elektrolytloesung Na2CO3 (Soda) eingebettet. Als Kathode wird die freigelegte Bewehrung verwendet. Das Anodennetz und die Bewehrung als Kathode werden mit einem Gleichrichter verbunden. Durch die Elektrolyse erfolgt eine Anhebung der Alkalitaet und eine Repassivierung des Betonstahls. Einzelheiten des Verfahrens, die Durchfuehrung der Versuche, die Ergebnisse und die zu ziehenden Schlussfolgerungen werden mitgeteilt. Kurzbericht zu einem Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums fuer Forschung und Technologie (BMFT), Bonn.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 111-5
  • Monograph Title: Einfluss von Temperatur und Feuchte auf die Druckdauerstandfestigkeit von PCC
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01198159
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:16PM