Doppelstock-Strassentunnel - Optimale Nutzung bei geringster Stoerung

Double-deck road tunnels - Optimal exploitation with least disruption

Es werden 3 Beispiele von Doppelstock-Strassentunneln in Australien, Frankreich und den USA beschrieben. In Sydney entsteht ein 1,7 km langer Strassentunnel mit 2 uebereinander liegenden je dreistreifigen Fahrbahnen. Der rechteckige Regelquerschnitt betraegt 156 m2 bei einer Breite von 13,5 m und einer Hoehe von 11,5 m. Der Tunnel liegt 10 m bis 30 m unter der Strassenoberflaeche und wird in bergmaennischer Bauweise errichtet. Die guenstigen geologischen Verhaeltnisse im standfesten Sandstein gestatten einen unterirdischen rechteckigen Ausbruch in Teilabschnitten. Die Auskleidung erfolgt mit einem rueckverankerten Spritzbeton mit Stahlfaserbewehrung. Der Autobahnring A 86 um Paris wird zur Zeit im westlichen Bereich geschlossen. Hier wird der sechsstreifige Autobahnquerschnitt in einem Teilbereich von rund 10 km durch 2 Strassentunnel gefuehrt. Beide Tunnel werden mit Schildvortriebsmaschinen aufgefahren. In einem Tunnel werden 2 uebereinander liegende dreistreifige Fahrbahnen mit etwa 3 m lichter Hoehe ausgefuehrt, auf denen jedoch nur Pkw fahren duerfen. Im zweiten Tunnel ist eine zweistreifige, durch eine Mittelwand getrennte Fahrbahn mit etwa 5 m lichte Hoehe vorhanden, auf denen Lkw und Pkw verkehren duerfen. Durch diese Aufteilung wird es moeglich, beide Tunnelroehren mit Mixschilden gleichen Durchmessers von 11,6 m aufzufahren. Die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen fuer den Betrieb des Doppelstock-Tunnels werden ausfuehrlich erlaeutert. Die Autobahn und die Tunnel sind mautpflichtig. Im dritten Beispiel wird der 1987 in Betrieb genommene Mount Baker Ridge Tunnel in Seattle beschrieben. Bei einer Laenge von nur 460 m hat der kreisfoermige Querschnitt jedoch einen Innendurchmesser von 19,2 m. Er weist 3 Verkehrsebenen auf. In der mittleren und unteren Ebene sind 3 beziehungsweise 2 Fahrstreifen fuer den Pkw- und Lkw-Verkehr vorhanden, waehrend das obere Deck von Fussgaengern und Radfahrern benutzt wird. Der Ausbruch des Querschnittes erfolgte in Teilabschnitten im Schutze von 24 sich ueberlappenden, horizontal gebohrten Betonpfaehlen. Die Herstellung wird im einzelnen beschrieben.

  • Authors:
    • Wallis, S
  • Publication Date: 1999

Language

  • English

Media Info

  • Pagination: 26-33
  • Serial:
    • Tunnel
    • Volume: 18
    • Issue Number: 6

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01197924
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:11PM