Psychologische Rehabilitationsangebote fuer auffaellige Kraftfahrer - Bestandsaufnahme und kuenftige Forderungen

Im Rahmen von Modellversuchen wurden spezielle Nachschulungskurse fuer auffaellig gewordene Kraftfahrer entwickelt, erprobt und evaluiert (Modelle: IfT, IRAK, Leer, Mainz 77, Hamburg 79, ALFA, NAFA). Die ueber 30-jaehrigen verkehrspsychologischen Aktivitaeten auf diesem Gebiet sind in der neuen Fahrerlaubnisverordnung (FeV) geregelt und als anerkannt gewuerdigt. Als weitere Massnahmen im Rahmen der FeV sind die verkehrspsychologische Beratung und besondere Aufbauseminare hinzugekommen. Neben diesen anerkannten Massnahmen gibt es eine Fuelle psychologischer Aktivitaeten, die vor oder nach einer mit negativem Ergebnis absolvierten medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) dazu beitragen sollen, die Kraftfahreignung wiederherzustellen. Das Angebot reicht vom einfachen Adressenverkauf ueber unserioese Angebote bis hin zu fachlich fundierten therapeutischen Massnahmen. Mittelfristig sind auch in diesem Arbeitsfeld Verfahren zur Qualitaetssicherung und Evaluationsstudien zu fordern mit dem Ziel der Anerkennung durch Gerichte und Behoerden. Zu einem fruehzeitiger einzuleitenden Aenderungsprozess der Betroffenen muss ein System zur rechtzeitigen Information und Beratung geschaffen werden. Schliesslich ist zu fordern, dass die in der neuen FeV geregelte institutionelle Trennung von Begutachtungsstellen fuer Fahreignung einerseits und Massnahmetraegern von Beratung, Schulung und Therapie andererseits ernstgenommen wird.

  • Authors:
    • BRIELER, P
  • Publication Date: 1999

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01197822
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 5:09PM