Round-Robin-Test zum Vergleich von Ergebnissen europaeischer Schallmessanhaenger

Der ISO-Arbeitskreis TC 43/SC1/WG33 befasst sich mit der Normung einer Nahfeldmessmethode von Reifenrollgeraeuschen mittels Messfahrzeugen. Dafuer wurde im Sommer 1998 ein internationaler Vergleichstest durchgefuehrt, in dem 8 Messfahrzeuge (2 Fahrzeuge in 2 Varianten, also 10 verschiedene Varianten) auf 13 verschiedenen Strassendecken unter gleichen Bedingungen eingesetzt wurden. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: der Schutz gegen Stoergeraeusche von aussen, zum Beispiel von vorbeifahrenden Fahrzeugen, war bei allen Anhaengern nicht ausreichend. Mit dem Round-Robin-Tests sollte die Vergleichbarkeit der Ergebnisse bestimmt werden, die nach derselben Messvorschrift aber von verschiedenen Labors oder Instituten durchgefuehrt wurden. Die Streubreite verschiedener Messfahrzeuge auf demselben Belag liegt bei 80 km pro Stunde zwischen 3.4 dB und 5.6 dB. Fuer die uebrigen Geschwindigkeiten ergibt sich ein gleichartiges Bild. Eine Streubreite der Ergebnisse von 3 dB(A) zwischen den verschiedenen Messsystemen bei gleichen Bedingungen ist nicht akzeptabel. - Unterschiede zwischen den Pegeln nach der Methode der Statistischen Vorbeifahrt (MSV) und durch Messanhaenger liegen zwischen 1.9 und 3.6 dB. Wenn Basisdaten fuer den Laerm nach RLS-90 gemessen werden sollen, kann die MSV deshalb nicht durch das Verfahren Messanhaenger ersetzt werden. - Hinsichtlich der Mikrofonposition zeigt sich, dass der gesamte Geschwindigkeitsverlauf erfasst werden muss, mindestens jedoch Min, Max und Standardabweichung.