Festlegung von Mindestschutzmassnahmen im Brandfall fuer verschiedene Tunneltypen und Verkehrssituationen

Beim Betrieb eines Strassentunnels besteht immer das Risiko eines Brandes, der aufgrund der Verrauchung, der Waermeentwicklung und der engen raeumlichen Verhaeltnisse zu einer Gefaehrdung der im Tunnel befindlichen Personen fuehren kann. Das Tunnelbelueftungssystem, das im Normalfall im Wesentlichen der Verduennung und der Entfernung von Fahrzeugabgasen aus der Tunnelroehre dient, muss daher auch geeignet sein, nach Umstellung auf die so genannte Brandlueftung rauchfreie Flucht- und Rettungswege sicherzustellen. Mit den sich durch die technische Entwicklung staendig reduzierenden Fahrzeugemissionen sinkt naturgemaess auch der Luftstrombedarf im Normalbetrieb eines Tunnels. Fuer den Brandfall sind jedoch nach wie vor weitgehend unveraenderte Voraussetzungen gegeben. Dieser Sachverhalt fuehrt dazu, dass der Brandfall immer staerker die Auslegung von Tunnelbelueftungssystemen bestimmt. Anhand der neuesten Erkenntnisse aus Brandversuchen und realen Brandereignissen sowie Berechnungen mit dreidimensionalen Brandmodellen (CFD-Code) wurden Mindestschutzmassnahmen fuer die Belueftung von Strassentunneln festgelegt. Die Ergebnisse finden ihren Niederschlag in der Bewertung des Gefaehrdungs- und des Sicherheitspotenzials. Abhaengig vom Gefaehrdungspotenzial, das sich aus der Bewertung verschiedener Bewertungsparameter, wie der Verkehrsleistung, der Verkehrsart und dem Gefahrguttransport ergibt, koennen unter Beachtung der Tunnellaengen Bereiche mit niedrigem, mittlerem und hohem Sicherheitspotenzial definiert und Massnahmen geeignet kombiniert werden, um das jeweils ermittelte Gefaehrdungspotenzial sicherheitlich abdecken zu koennen.