Zielkonflikte und Loesungsstrategien einer OEPNV-Priorisierung bei "Gruener Welle" und einer Optimierung der Reihenfolgeplanung bei OEPNV-Knotenpunkten

Bei der Umsetzung von Beschleunigungsprogrammen, deren Schwerpunkt die Bevorrechtigung von Bussen und Bahnen an signalgesteuerten Knotenpunkten bildet, kommt es haeufig zu Interessenskonflikten mit den weiteren Gruppen von Verkehrsteilnehmern, insbesondere mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV). In der Forschungsarbeit wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem innerhalb der Signalsteuerung selbst ein Ausgleich der Zielkonflikte erreicht werden kann. Dabei wird der Signalprogrammablauf mit dem Ansatz der Minimierung einer formulierten Zielfunktion optimiert. Konkret wird ein OEPNV-Eingriff anhand der Veraenderung der Zielfunktion beurteilt. Entsprechend wird der Eingriff geschaltet, verzoegert oder ignoriert. Zur Optimierung der Reihenfolgeplanung an Knotenpunkten wird die Zielfunktion um OENV-interne Groessen erweitert. Mit den entwickelten und durch Simulation getesteten Ansaetzen, mit denen die Signalsteuerung auf die individuelle Situation an einem Knotenpunkt gezielt ausgerichtet und an veraenderte Umfeldbedingungen direkt angepasst werden kann, wird die Luecke zwischen absoluter und eingeschraenkter Bevorrechtigungsstrategie an lichtsignalgesteuerten Knotenpunkten geschlossen.