Genaue Lebensdauervorhersage von Bruecken durch Monitoring und begleitende Versuche

Lebensdauervorhersagen werden heute ueblicherweise mit Hilfe von Lastmodellen, Systemmodellen (statisch oder dynamisch) und Schaedigungsmodellen durchgefuehrt. Durch die multiplikative Anwendung der drei Modelle, die teilweise mit grossen Fehlern behaftet sind, ist die Zuverlaessigkeit der Vorhersage im allgemeinen gering. Ziel des Vorhabens ist die moeglichst genaue Prognose des Ermuedungszustandes unter Umgehung der genannten drei Modelle. Durch kontinuierliche Messungen am Bauwerk werden die tatsaechlichen Beanspruchungsfolgen gemessen. Da diese jedoch stark zeitveraenderlich sind, werden statistische Auswertungen vorgenommen und hiermit Ersatzzeitverlaeufe der Beanspruchung generiert. Die Ersatzzeitschriebe enthalten also die Reihenfolgeeffekte im statistisch richtigen Sinne. Diese Ersatzzeitschriebe werden anschliessend im Labor mit Hilfe einer digital geregelten Pruefmaschine einem Pruefkoerper mit dem entsprechenden Detail aufgebracht, und die Lebensdauer experimentell ermittelt. Durch einen regelmaessigen Update bei automatisch erkannten Veraenderungen des Verkehrsverhaltens, oder zur Erfassung erwarteter Trends, wird der Schrieb modifiziert und als Input fuer einen neuen Versuch benutzt.