Mindestanforderungen an die Sicherung von Arbeitsstellen kuerzerer Dauer bei Dunkelheit

Zur Bestimmung des Mindestniveaus fuer die Sicherheit von Arbeitsstellen kuerzerer Dauer und bei Dunkelheit wurde zunaechst anhand einer Literaturrecherche der aktuelle Stand einschlaegiger Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland und im europaeischen Ausland analysiert. Zusaetzlich wurden reale Arbeitsstellen kuerzerer Dauer auf ihren Aufbau und ihre Gestaltung bezueglich lichttechnischer Aspekte untersucht. Verschiedene Varianten wurden in Computer-Simulations-Modellen erstellt und auf der am Fachgebiet Lichttechnik vorhandenen Modellstrasse auf ihre Eignung fuer den naechtlichen Einsatz ueberprueft. Schwellenuntersuchungen, Erkennbarkeitsuntersuchungen und Bewertungsexperimente mit unterschiedlichen Absperrtafeln (Farbe, Muster, lichttechnische Ausstattung) wurden zur Ermittlung der Mindestanforderungen durchgefuehrt. Auch ein Ueberleitungsbereich mit unterschiedlichen Absperrgeraeten wurde auf seinen Nutzen hinsichtlich der visuellen Fuehrung ueberprueft. Dabei zeigte sich, dass ein Ueberleitungsbereich durch seine zusaetzliche Richtungsweisung einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Kurzzeit-Arbeitsstellen leisten kann. Fuer die optimale Gestaltung erwies sich ein Bereich mit 6 neu gestalten Pfeilbaken in einem Aufstellungsverhaeltnis von x zu y gleich 1 zu 10 (Querabstand zu Laengsabstand) als sinnvoll. Fuer die Lichtstaerke des Blinkpfeils konnte festgestellt werden, dass die heute verwendete Lichtstaerke von I(Index eff) gleich 7.150 ecd als blendend empfunden wurde, als optimal bewerteten Testpersonen einen Wert von I(Index eff) gleich 400 ecd. Um diesen Wert zu erhalten, muss bei Beleuchtung mit durchschnittlichen Kfz-Scheinwerfern retroreflektierende Folie vom Typ 3 eingesetzt werden. Bei Untersuchungen im realen Verkehrsgeschehen konnte ein erheblicher Einfluss des Vorwarngeraetes auf das Fahrverhalten festgestellt werden, wobei sich der kleine Blinkpfeil als das bestgeeignete Vorwarngeraet erwiesen hat.