Abstellplaetze werden zur Mangelware

Trotz aller Loesungsansaetze ist das Parkplatzproblem in Wien immer noch nicht beseitigt. Gab es Wien 1985 noch rund 600.000 zugelassene Pkw, so sind es heute schon rund 750.000. An Werktagen wird die Parkplatzsituation durch 150.000 Einpendler aus dem Umland verschaerft. Sie sollen dazu bewogen werden, am Stadtrand in oeffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Zu den dort bereits bestehenden Park and Ride-Anlagen sollen mittelfristig weitere 16 dazukommen. Der Ausbau von Parkgaragen innerhalb der Stadt geht zuegig voran. In den letzten 5 Jahren haben sich die angebotenen Stellplaetze auf 60.000 verdoppelt. Nun sollen vor allem Hochgaragen errichtet werden, weil die Bauzeit kuerzer und die Kosten niedriger sind als bei Tiefgaragen. Verstaerkt setzt die Stadt Wien auch auf Information. So gab sie gemeinsam mit der Wiener Wirtschaftskammer die Broschuere "Parken in Wien 2002" heraus. Diese informiert ueber die Parkraumbewirtschaftung, Park and Ride-Anlagen sowie ueber Lageplan, Preise, Zahlungsarten, Anbindung an oeffentliche Verkehrsmittel, Oeffnungszeiten und Betreiber der kommerziellen Garagen. Die in der Broschuere enthaltenen Informationen koennen auch ueber www.parkeninwien.at abgerufen werden. Weiteres bietet die Stadt Wien unter www.parkplatzboerse.wien.at einen Parkplatz-Basar an. Autobesitzer koennen sich hier einen geeigneten Parkplatz vermitteln lassen. Darueber hinaus bietet die Parkplatzboerse Adressen von Parkplatzanbietern, Kontaktnummern, Tarifinformationen und einen digitalen Stadtplan an. Eine weitere Moeglichkeit, das Parkplatzproblem zu entschaerfen, ist das Car-Sharing. In Kooperation mit Denzeldrive, dem weltweit zweitgroessten Car-Sharing-Unternehmen, den Wiener Linien und den OEBB wurde von der Stadt Wien das Pilotprojekt "Car-Sharing in Wien" geschaffen. Die gemeinsame Nutzung einer Flotte von 140 Fahrzeugen durch 3.200 Kunden bedeutet, dass knapp 250 Parkplaetze frei bleiben. Es gibt also viele Angebote der Stadt, die es leicht machen, auf Pkw-Fahrten zu verzichten. Die groesste Herausforderung besteht jedoch darin, die Autofahrer zu ueberzeugen, diese Angebote auch zu nutzen. Detaillierte Informationen ueber die Parkplatz-Broschuere, die Internet-Angebote und die Carsharing-Initiative sind in eigenen Rubriken beigefuegt. (KfV/A)

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 8-10
  • Monograph Title: Auch Oesterreich erhaelt Maut per "Mikrowelle"
  • Serial:
    • VERKEHR & UMWELT
    • Volume: 16
    • Issue Number: 3/4
    • Publisher: N. J. SCHMID VERLAG GES.M.B.H.
    • ISSN: 1019-7346

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01197062
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:38PM