Oesterreichisches Verkehrssicherheitsprogramm 2002 - 2010. Strategien fuer mehr Verkehrssicherheit auf der Strasse

Das Oesterreichischen Verkehrssicherheitsprogramm wurde im Januar 2002 von der oesterreichischen Bundesregierung beschlossen. Es basiert auf einer vom Kuratorium fuer Verkehrssicherheit durchgefuehrten wissenschaftlichen und interdisziplinaeren Analyse des Unfallgeschehens (siehe ITRD D346732). Die vorliegende Broschuere gibt einen Ueberblick ueber die Philosophie, die Rahmenbedingungen und die Massnahmen des Verkehrssicherheitsprogramms. Festgelegt wurden auf Basis der Durchschnittszahlen 1998 bis 2000 folgende kurz- und mittelfristige Zielsetzungen: Bis zum Jahr 2004 soll die Zahl der Getoeteten um 25 Prozent und bis zum Jahr 2010 um 50 Prozent, die Zahl der Unfaelle mit Personenschaden bis 2004 um 10 Prozent und bis 2010 um 20 Prozent verringert werden. Im Massnahmenkatalog werden folgende vier Handlungsfelder unterschieden: 1. Mensch; 2. Fahrzeug; 3. Infrastruktur sowie 4. Verkehrspolitische und rechtliche Rahmenbedingungen. Dafuer wurde eine Liste mit 26 Schwerpunkten und ueber hundert konkreten Massnahmen einer wissenschaftlichen Bewertung und einer Prioritaetsreihung unterzogen. Schwerpunkte im Handlungsfeld Mensch sind die Rueckhaltesysteme, Alkohol und andere Drogen, Geschwindigkeit, Fuehrerscheinausbildung und Fahrtraining, Fussgaengersicherheit, Ermuedung am Steuer, motorisierte Zweiradfahrer, Sicherheitsabstand, Fahren mit Licht am Tag sowie Verkehrserziehung. Im Handlungsfeld Infrastruktur geht es um die Sanierung von Unfallhaeufungsstellen, die Sicherheit auf Freilandstrassen, die Tunnelsicherheit, die Geisterfahrer, das Sicherheitsmanagement im Ortsgebiet, Safety Audits, die Autobahnstellen und Gegenverkehrsbereiche, die Oberflaecheneigenschaften von Fahrbahnbelaegen und die strassenseitige Telematik. Unfalldatenspeicher, LkwKW-Sicherheit und passive Fahrzeugsicherheit sind die Schwerpunkte im Handlungsfeld Fahrzeug und im Handlungsfeld Rahmenbedingungen geht es um Gesetzgebung, Raumplanung, die Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl sowie ebenfalls um den Lkw-Verkehr. Mit einem Startpaket wurden und werden zentrale Massnahmen noch im Jahr 2002 umgesetzt. Die Darstellung des Massnahmenkatalogs folgt den 26 Schwerpunkten. Fuer jeden Schwerpunkt werden Beispiele fuer Einzelmassnahmen, unterschieden nach den Umsetzungsphasen Startpaket, mittelfristig und langfristig, aufgelistet. Zusaetzlich enthaelt die Darstellung das sich aus diesen Einzelmassnahmen jeweils ergebende Reduktionspotenzial der Getoetetenzahlen bis zum Jahr 2010. Im Schwerpunkt Fuehrerscheinausbildung und Fahrtraining ist beispielsweise im Rahmen des Startpakets die Einfuehrung einer Mehrphasenausbildung vorgesehen. Damit soll erreicht werden, dass in Zukunft weniger junge Fahrer verunfallen. Im Vergleich mit anderen EU-Laendern sterben in Oesterreich alarmierend viele junge Fahrer im Alter von 18 bis 20 Jahren. Mittelfristig sind eine regelmaessige Erneuerung des Fuehrerscheins in Abstimmung mit der EU und eine Machbarkeitsstudie zur Verfolgung notorischer Wiederholungstaeter vorgesehen. Das Reduktionspotenzial dieser Massnahmen bis 2010 liegt bei bis zu 130 Getoeteten. (KfV/A)

  • Corporate Authors:

    BUNDESMINISTERIUM FUER VERKEHR, INNOVATION UND TECHNOLOGIE

    RADETZKYSTRASSE 2
    WIEN,   OESTERREICH  A-1030

    Bundesministerium fuer Verkehr, Innovation und Technologie, Wien (Oesterreich)

    ,    
  • Publication Date: 2002

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 31

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01197040
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:38PM