Unfaelle mit Strassenbahnen

Analysiert wurden jene aus der Unfalldatenbank des Kuratoriums fuer Verkehrssicherheit abgefragten Unfaelle mit Personenschaden in den Staedten Wien, Linz und Innsbruck fuer die Jahre 1995 bis 1999, an denen zumindest eine Strassenbahn beteiligt war. Die Anzahl der Unfaelle mit Personenschaden ist in den Jahren 1995 bis 1999 annaehernd konstant geblieben, weshalb sich die Analyse jeweils auf die Summe der Jahre 1995 bis 1999 bezieht. In Wien waren dies 1.013, in Linz 165 und in Innsbruck 84 Unfaelle. Am haeufigsten traten Unfaelle zwischen Strassenbahnen und Fussgaengern auf. In Wien entfallen auf diese Unfallart 48,2 Prozent der Unfaelle, in Linz 40,6 Prozent und in Innsbruck 31 Prozent. Die Lenker von Strassenbahnen sind mit rund 40 Prozent am haeufigsten in einen Strassenbahnunfall verwickelt, gefolgt von den Strassenbahn- und Pkw-Insassen mit jeweils rund 20 Prozent. Von den neun moeglichen Unfalltypen nach RVS 1.21 kommen in Wien und Linz Fussgaengerunfaelle, Unfaelle beim Abbiegen und Umkehren - Richtungsgleich sowie Unfaelle auf Parkplatz-, Tankstellen-, Haus- oder Grundstuecksaus- oder Einfahrten am haeufigsten vor. In Innsbruck dominieren dagegen die Alleinunfaelle und die Unfaelle im Richtungsverkehr. Von den 24 getoeteten Verkehrsteilnehmern waren 21 Fussgaenger. Auch bei den schweren Verletzungen sind Fussgaenger am staerksten betroffen, gefolgt von den Pkw-Insassen und den Strassenbahn-Insassen. Berechnet wurden die Unfall- beziehungsweise Verungluecktendichte, die Unfallbelastung beziehungsweise Verungluecktenbelastung und die Unfallrate beziehungsweise Verungluecktenrate. Die Unfalldichte beziehungsweise Verungluecktendichte gibt Unfaelle beziehungsweise Verunglueckte pro Gleis- oder Strassenkilometer an. Es zeigt sich, dass die Strassenbahnen wesentlich sicherer sind als die Bundesstrassen im Ortsgebiet. So liegt die Unfalldichte der Strassenbahn in Wien bei 0,51 und jene der Bundesstrassen im Ortsgebiet bei 3,01. Die Unfall- und Verungluecktendichte der Wiener Strassenbahn ist wesentlich niedriger als jene von Linz und Innsbruck. Die Unfall- beziehungsweise Verungluecktenbelastung drueckt das Verhaeltnis der Unfaelle beziehungsweise Verunglueckten pro eine Million Fahrgaeste aus. Die Verungluecktenbelastung liegt in Wien bei 1,17, in Linz bei 1,03 und in Innsbruck bei 1,97. Die Unfall- beziehungsweise Verungluecktenrate gibt die Unfaelle beziehungsweise die Verunglueckten pro einer Million Personenkilometer an. Die Unfallrate ist mit 0,08 auf Autobahnen und 0,1 auf Schnellstrassen niedriger als auf den Strassenbahnen mit 0,26 in Wien, 0,22 in Linz und 0,42 in Innsbruck. Die Unfallrate auf den Bundesstrassen im Ortsgebiet liegt mit 0,77 deutlich ueber jener der Strassenbahnen. Bei der Verungluecktenrate verhaelt es sich aehnlich. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD-Nummer D346710. (KfV/A)

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 7-24
  • Monograph Title: Forum Verkehrssystemplanung 2002. Ausgewaehlte Seminararbeiten
  • Serial:
    • IVS-SCHRIFTEN
    • Issue Number: 15
    • Publisher: OESTERREICHISCHER KUNST- UND KULTURVERLAG

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01196555
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • ISBN: 3-85437-238-8
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:28PM