Parken der Wohnbevoelkerung in Innsbruck

Die baurechtliche Forderung nach bedarfsdeckenden Stellplaetzen auf dem Baugrundstueck oder in unmittelbarer Naehe dazu nach der Stellplatzverpflichtung steht im Widerspruch zu den Zielen einer Wohnumfeldverbesserung und einer Erhoehung der Verkehrssicherheit. Entscheidet man sich bauordnungsrechtlich fuer die Vorschreibung von Abstellmoeglichkeiten beim Bau von Gebaeuden, wird man dem Bemessungsschluessel "Nutzflaeche" fuer die Bestimmung der Anzahl der notwendigen Stellplaetze fuer Wohnbauten den Erfordernissen nicht gerecht. Der Ansatz, den Bedarf an notwendigen Stellplaetzen je Wohneinheit ausschliesslich ueber die Nutzflaeche einer Wohnung zu ermitteln, muss daher erweitert werden. Durch den in diesem Beitrag vorgestellten Modellansatz wird es ermoeglicht, eine bedarfsgerechte Bestimmung der Anzahl an notwendigen Stellplaetzen fuer eine Wohneinheit im Baubewilligungsverfahren zu ermitteln. In Erweiterung des bisherigen Ansatzes fliessen die Erkenntnisse ueber die Abhaengigkeit der Motorisierung eines Haushalts von der raeumlichen Lage, der Groesse und der Besitzverhaeltnisse einer Wohneinheit sowie die Besucher einer Wohneinheit und die allgemeine Entwicklung der Motorisierung in das Modell zur Bestimmung des erforderlichen Stellplatzbedarfs bei Wohngebaeuden ein. Mit den vorliegenden Ergebnissen sind die verkehrsplanerischen Grundlagen fuer die baurechtlichen Entscheidungen zur kuenftigen Ordnung des wohnungsbezogenen ruhenden Verkehrs vorhanden. Das erarbeitete Modell wird in Innsbruck zur Anwendung im Rahmen des Bauverfahrens empfohlen.

  • Authors:
    • KARAJAN, J
  • Publication Date: 2002

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01196454
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:26PM