Weniger Verkehr durch neue Einkaufsmaerkte?: Fallbeispiel dreier Einkaufsmaerkte in Tirol

Kunden, die in Einkaufsmaerkten einkaufen, erzeugen Verkehr. Es stellt sich dabei die Frage, wie viel Pkw-Mehr- oder Minderverkehr durch neue Einkaufsmaerkte induziert wird. Art und Umfang dieser Verkehrserzeugung wird wesentlich bestimmt durch die oertliche Lage eines Einkaufsmarktes und dem Verkehrsverhalten der Kunden gegenueber den frueheren Einkaufs- und Fahrgewohnheiten. Im Rahmen einer Untersuchung wurden die verkehrlichen Wirkungen neuer Einkaufsmaerkte erforscht. Um das geaenderte Verkehrsverhalten Vorher/Nachher erheben zu koennen und verlaessliche Aussagen zu erhalten, sollten die Geschaefte vor kurzem eroeffnet worden sein (unter Beachtung einer gewissen Zeitspanne zur Eingewoehnung fuer die Kunden). Die Datengrundlage dieser Untersuchung sind drei Einkaufsmaerkte mit je circa 500 m2 Verkaufsflaeche in unterschiedlichen Lagen verschiedener Gemeinden. In Summe aller sechs Erhebungen der drei untersuchten Einkaufsmaerkte ergab sich, dass vor der jeweiligen Geschaeftseroeffnung im Durchschnitt Entfernungen von 17,3 Pkw-km in der Woche zurueckgelegt wurden und heute nur 13,2 Pkw-km, das stellt eine Reduktion um circa 25 Prozent dar. Bei jenen Fahrten, die eindeutig als reine Lebensmitteleinkaufsfahrten (ohne Koppelungsfahrten) verifiziert werden konnten, ergibt sich ein noch deutlicheres Bild, in der Summe sind diese Fahrtlaengen fast auf die Haelfte gesunken. Insgesamt kann festgestellt werden, dass alle drei untersuchten Einkaufsmaerkte fuer ihre Kunden eine eindeutige Verbesserung im Hinblick auf die fuer den Lebensmitteleinkauf zurueckzulegenden Pkw-Wegstrecken gebracht haben.

  • Authors:
    • MAURER, W
  • Publication Date: 2002

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01196432
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:26PM