Kinderunfallpraevention in Deutschland

In Deutschland verunfallten 1995 mehr als 2 Millionen Kinder, meist waren Jungen betroffen (60 Prozent). Ein Grossteil der Unfaelle ereignete sich in der Schule (43 Prozent) und im Privatbereich der Familien: zu Hause (22 Prozent) und in der Freizeit (18,4 Prozent). Typische Unfaelle sind Stuerze in der Fortbewegung und aus der Hoehe, Unfaelle mit Geraeten und Maschinen, aber auch meist folgenschwere Unfaelle wie insbesondere Verkehrsunfaelle. Viele Unfaelle im Kindes- und Jugendalter lassen sich auf den altersbedingten Entwicklungsstand der Heranwachsenden zurueckfuehren (zum Beispiel nicht ausreichendes Gefahrenbewusstsein bis zum Alter von etwa 8 bis 9 Jahren, gesteigerte Risikolust ab der Pubertaet). Weitere Ursachen koennen die Persoenlichkeitsstruktur des Kindes (unter anderem die Eigenschaften Aussenweltzugewandtheit, Kontaktfreude, Angstfreiheit, Selbstueberschaetzung), eine unsichere Umgebung und soziale Faktoren sein. Nach Expertenschaetzung koennten 60 Prozent der Unfaelle durch gesetzliche (Enforcement), technische (Engineering) sowie erzieherische und Bildungsmassnahmen (Education) verhindert werden. Hierfuer werden Beispiele aufgefuehrt. Die wichtigsten in Deutschland taetigen (Koordinierungs-)Institutionen zur Unfallpraevention sind die Gesetzliche Unfallversicherung (Bereich Schule), der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (Bereich Strassenverkehr) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit (Bereich Heim und Freizeit), deren Taetigkeiten kurz beschrieben werden. Beitrag zum Workshop "Unfaelle von Kindern und Jugendlichen" am 28./29.10.1999 in Dresden. Siehe auch Gesamtaufnahme des Workshops, ITRD-Nummer D348549.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01196283
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-89783-157-0
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:23PM