Nahverkehrsbevorrechtigung an Lichtsignalanlagen unter besonderer Beruecksichtigung des nichtmotorisierten Verkehrs

Lichtsignalanlagen regeln die Konkurrenz um das Flaechen- und Zeitangebot in Knotenpunktbereichen. Durch die Bevorrechtigung von Nahverkehrsfahrzeugen soll dabei der oeffentliche Verkehr gefoerdert werden. In den Richtlinien wird zwischen absoluter und bedingter Beeinflussung unterschieden. Deren Anwendung unterliegt vielen Unsicherheiten, da keine exakte Definition der Strategien vorliegt und die Empfehlungen fuer den Einsatz in der Praxis kaum Bedeutung haben. Die Belange nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer stehen oft im Hintergrund, so dass in Abhaengigkeit von der Planungsphilosophie gravierende Verschlechterungen fuer deren Verkehrsqualitaet entstehen, wie durch umfangreiche empirische Untersuchungen belegt wurde. Die Akzeptanz der Lichtsignalanlage sinkt durch verlaengerte Sperrzeiten jedoch nicht. Viele Personen betreten die Fahrbahn schon nach kurzer Zeit waehrend der Sperrzeit. Die Personen, die sich zum Warten entschlossen haben, warten in den meisten Faellen die Freigabezeit ab. Dies aendert sich und fuehrt zu einem Gefaehrdungspozential, wenn ein Nahverkehrsfahrzeug erreicht werden soll. Fuer die Bestimmung der Verkehrsqualitaet von Fussgaengern an Lichtsignalanlagen wurde ein Verfahren entwickelt, welches auf dem derzeitigen Stand des Handbuchs fuer die Bemessung von Strassenverkehrsanlagen aufbaut. Kernpunkte dieses Verfahrens sind die Beurteilung aufgrund Wartezeit sowie Dichte auf Warteflaeche und Furt. Um die Verkehrsqualitaet von Nahverkehrsfahrzeugen bestimmen zu koennen und um Bevorrechtigungsgrade zu definieren, wurde ein Schema entwickelt, welches die Verkehrsqualitaet verschiedener Verkehrsarten gegenueberstellt und bewertet. In dieses Schema ist die Definition der Bevorrechtigungsgrade integriert. Diese beziehen sich auf die mittleren Verlustzeiten der Verkehrsteilnehmer und bedingen, dass die Verlustzeiten Nahverkehrsfahr-zeuge nie laenger als die Verlustzeiten anderer Verkehrsteilnehmer sein sollen. Dabei werden bei hoeher ausgelasteten Knotenpunkten groessere Verlustzeiten akzeptiert als bei gering belasteten Knotenpunkten. Bericht zum Forschungsprojekt 77.435/199 des Bundesministeriums fuer Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Titel in Englisch: Priority of local traffic at traffic lights and pedestrian signals, taking non-motorised traffic particularly into consideration. The ENGLISH ABSTRACT is available at http://www.bast.de/htdocs/veroeffentlichung/kurzfass/v92.htm.

Language

  • German

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  • Accession Number: 01196077
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:19PM