Messung der Hydrophobierungsqualitaet. Neugestaltung des Messgeraetes zur schnelleren Messung und besseren Handhabbarkeit bei der Eigenueberwachung der Ausfuehrung

Bei der Messung der Hydrophobierungsqualitaet mit dem elektrischen Messverfahren wird die elektrische Leitfaehigkeit einer Kalkwasserloesung genutzt. Dem Verfahren liegt das physikalische Prinzip des Stromtransportes in elektrolytischer Loesung zugrunde. Die gesaettigte Kalkwasserloesung hat sich als ein gut geeigneter und praktikabler Elektrolyt herausgestellt; er entspricht dem Betonelektrolyt, und seine elektrische Leitfaehigkeit reicht aus. Wegen der geringen Wasserloeslichkeit des Kalkes und des hohen Angebotes an Restkalk in der gesaettigten Loesung bleibt die Loesung waehrend der gesamten Messung in ihrer elektrolytischen Wirkung konstant. Die Vertraeglichkeit der Kalkfluessigkeit mit den Nickel-Elektroden ist einwandfrei, das heisst die Grenzflaechensituation zwischen Elektrolyt und Nickel-Elektrode ist gleichmaessig und gut. Grundsaetzlich gilt fuer dieses Messverfahren, dass mit steigenden Messwerten die Summe der Fehlstellen in der Hydrophobierung zunimmt und damit deren Wirkung sinkt. In den ZTV-SIB 90 wurde seinerzeit 300 als Grenzwert festgelegt. Dieser Grenzwert darf von der Messkurve, die aus den Mittelwerten der ueber 90 Minuten ermittelten Einzelmesswerte besteht, nicht geschnitten werden. Der Grenzwert von 300 hatte insofern seine Berechtigung, als man aufgrund der Erfahrungen davon ausgehen musste, dass eine Hydrophobierung mit hoeheren Werten derart viele Fehlstellen besitzt, dass ihre Wirksamkeit laengerfristig nicht mehr gegeben ist. Aufgrund langjaehriger Erfahrungen mit der Messung der Hydrophobierungsqualitaet konnte die Messdauer auf 15 beziehungsweise 60 Minuten reduziert werden. Damit verbunden, konnte auch der Grenzwert herabgesetzt werden. Mit der Reduzierung der Messdauer wird das Messverfahren deutlich anwenderfreundlicher. Die entsprechenden Festlegungen werden in Teil 3, Abschnitt 4 der ZTV-ING uebernommen. Nur wer kuenftig an den tieferen Zusammenhaengen und an einer eingehenden Interpretation der Messkurven und somit Begruendung fuer die jeweils gemessene Qualitaet interessiert ist, sollte die zeitaufwaendigeren Messungen nach dem bisherigen Verfahren auf der Grundlage der ZTV-SIB durchfuehren. Ansonsten genuegt zur Bestimmung der Hydrophobierungsqualitaet das Bewertungsverfahren gemaess ZTV-ING. Hierbei wird in der Regel deutlich kuerzer gemessen und das Auftragen des Kurvenverlaufes der gemittelten Messwerte in Abhaengigkeit von der Zeit entfaellt. Das Bewertungsverfahren wurde dadurch spuerbar vereinfacht. Es erfolgt nur noch das Ablesen der Werte nach 15 beziehungsweise 60 Minuten. Bericht zum Auftrag der BASt-AG "Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen": Messung der Hydrophobierungsqualitaet. Titel in Englisch: Measurement of hydrophobing quality. The ENGLISH ABSTRACT is available at http://www.bast.de/htdocs/veroeffentlichung/kurzfass/b37.htm.

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01196075
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:19PM