Fahrer-Assistenz versus Fahrer-Bevormundung: Wie erreicht man, dass der Fahrer Herr der Situation bleibt?

Zunaechst werden die zentralen Begriffe der Fahrerassistenz und Strassenverkehrssituation naeher erlaeutert: Urspruenglich wurden mit Fahrerassistenz Fahrzeugsysteme bezeichnet, die den Fahrer auf der Manoever- beziehungsweise Bahnfuehrungsebene unterstuetzen. Mittlerweile wird der Begriff weiter gefasst und umfasst auch Informations- und Warnsysteme. Die Aufgabe eines Assistenzsystems laesst sich beschreiben als "Durchfuehrung der als notwendig erkannten Manoever mit oder ohne Einbeziehung des Fahrers". Da sich Situationen im Strassenverkehr prinzipiell nur unvollstaendig beschreiben lassen, sind Diskrepanzen zwischen erwartetem und realem Verhalten von Assistenzsystemen unvermeidlich. Die Gratwanderung bei der Aufgabendelegation verlaeuft nicht primaer zwischen Potenz und Kompetenz, sondern auch zwischen Transparenz und Kompetenz. Da ein erheblicher Teil der an die Assistenzsysteme delegierbaren Aufgaben vom geuebten Fahrer unbewusst beziehungsweise teilbewusst ausgefuehrt wird, darf die Hinzunahme eines Assistenten nicht zu einer Verlagerung dieser Aktivitaeten auf die bewusste Ebene fuehren. Bei der Rollenverteilung zwischen Fahrer und Assistent darf die Maxime, dass der Fahrer in der Verantwortung bleibt, aus juristischer Sicht nicht angetastet werden. Das bedeutet, dass der Fahrer das Assistenzsystem uebersteuern koennen muss. Abschliessend wird eine Reihe wichtiger Fragen fuer kuenftige Forschung aufgefuehrt. Beitrag zum Teil I "Assistenzsysteme". Siehe auch Gesamtaufnahme des Buches, ITRD-Nummer D348335.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01195924
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-540-42012-6
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:16PM