Masterplan Verkehr Wien. Positionspapier. Positionen Wiens zur europaeischen und zur nationalen Verkehrspolitik

Seit der Beschlussfassung des Wiener Verkehrskonzeptes 1994 hat sich das Umfeld fuer die Wiener Verkehrspolitik stark veraendert. Die Stadt Wien hat daher beschlossen, das Verkehrskonzept 1994 in einem Masterplan weiterzuentwickeln. In einem ersten Schritt wurde das vorliegende Positionspapier erarbeitet. Es richtet sich an die Entscheidungstraeger auf Bundes- und EU-Ebene und umfasst folgende vier Punkte: 1. Kurze Darstellung der Ausgangslage; 2. Leitlinien der Stadt Wien, auf denen die Positionen aufgebaut sind; 3. Positionen zur europaeischen und nationalen Verkehrspolitik, die Wien betreffen, und 4. Internationale, nationale und regionale Infrastrukturmassnahmen in der Region Wien. Den aktuellen Herausforderungen in der Verkehrspolitik stehen in Wien akute Engpaesse in der Infrastruktur gegenueber. Es fehlen leistungsfaehige Gueterverkehrs- und Logistikzentren fuer den kombinierten Verkehr und ein zentraler Durchgangsbahnhof. Engpaesse in der Schienen- und Strasseninfrastruktur verursachen zahlreiche Konflikte und Probleme. Die Wiener Verkehrspolitik ist folgenden Grundsaetzen verpflichtet: 1. Nachhaltige Mobilitaet; 2. Effektivitaet; 3. Akzeptanz; 4. Kooperation und 5. Innovation. Von diesen Grundsaetzen leiten sich die Hauptziele ab. Dazu gehoeren unter anderem die Sicherung der Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandortes Wien, der Ausbau der Intermodalitaet im Gueter- und Personenverkehr sowie die Verbesserung des oeffentlichen Nah- und Regionalverkehrs. Die Forderungen an den Europaeischen Rat, die EU-Kommission und das EU-Parlament beziehen sich auf die Einbeziehung beziehungsweise Ergaenzung der TEN- und TINA-Netze, den Transitvertrag und die EU-Erweiterung, die EU-Wegekostenrichtlinie und die Liberalisierung des oeffentlichen Personennahverkehrs. So wird beispielsweise die Verlaengerung des Transitvertrages und dessen Ausweitung auf die EU-Beitrittslaender gefordert. Die EU-Wegekostenrichtlinie sollte ueberarbeitet werden. Es sollte unter anderem moeglich sein, sensible Gebiete auszuweisen, in denen Zuschlaege zur Maut erlaubt sind. Die Positionen Wiens zur nationalen Verkehrspolitik beziehen sich auf das Road Pricing fuer Lkw und Busse, die Verlaenderung der Bundesstrassen (Uebertragung der Trassenentscheidungs- und Finanzierungskompetenzen fuer Bundesstrassen B an die Bundeslaender), das U-Bahn- und S-Bahnnetz sowie den Verkehrsverbund Ostregion (VOR). Der Verlaenderung der Bundesstrassen im Zuge der Verwaltungsreform stimmt Wien unter bestimmten Bedingungen zu, die sich vor allem auf die Finanzierung beziehen. Auch bei den Forderungen zum U-Bahn- und S-Bahnnetz geht es um Finanzierungsfragen, etwa um die weitere 50-prozentige Beteiligung des Bundes am Ausbau der Wiener U-Bahn und um die Realisierung des bereits 1998 zwischen den Bundeslaendern Wien, Niederoesterreich, Burgenland und den Oesterreichischen Bundesbahnen ausgearbeiteten S-Bahnkonzepts. Abschliessend wird ein "Massnahmenprogramm Infrastruktur" fuer Schiene, Wasser, Luft und Strasse vorgestellt. In aufeinander abgestimmten Realisierungsphasen soll die Knoteninfrastruktur der Region Wien verbessert werden. Die einzelnen Massnahmen werden auf Karten und in einer Massnahmenliste mit den Kosten und vorgesehenen Realisierungszeitraeumen dargestellt. (KfV/A)

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  • Corporate Authors:

    Stadtentwicklung Wien, Magistratsabteilung 18

    ,    
  • Publication Date: 2002

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 64S
  • Serial:
    • WERKSTATTBERICHTE
    • Issue Number: 43
    • Publisher: MAGISTRAT DER STADT WIEN, MAGISTRATSABTEILUNG 18, REFERAT OEFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01195741
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • ISBN: 3-902015-37-3
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:12PM