Evaluation multimedial unterstuetzter Testinstruktionen im Rahmen verkehrspsychologischer Fahreignungsuntersuchungen

Ziel der vorliegenden Diplomarbeit war es, den Einfluss von Testangst und Wahrnehmungstyp auf die Ergebnisse von verkehrspsychologischen Fahreignungsuntersuchungen zu erfassen. Beruecksichtigt wurden dabei folgende zwei Formen der Testinstruktion: 1. Schriftliche Instruktion ueber einen Bildschirm des am Kuratorium fuer Verkehrssicherheit (KfV) verwendeten Testsystems ART 2020 ECO und 2. Multimedial unterstuetzte Version am ART 2020 Standard. Im theoretischen Teil werden die Zuweisungsgruende zu einer verkehrspsychologischen Untersuchung, die computergestuetzte Testung, Leistungstests und ihre Zusammenhaenge mit dem Fahrverhalten, akustische und visuelle Wahrnehmungstypen sowie die subjektive Bewertung der Instruktion behandelt. Es liegt der Schluss nahe, dass Personen mit hoher Testangstauspraegung sowie akustische Wahrnehmungstypen die multimedial unterstuetzte Form der Instruktion im Gegensatz zur rein schriftlichen Instruktion ueber einen Bildschirm bevorzugen. Einer Stichprobe von 206 maennlichen Versuchspersonen wurde am Kuratorium fuer Verkehrssicherheit im Rahmen der verkehrspsychologischen Fahreignungsuntersuchung ein Fragebogen vorgelegt. Dieser diente der Erhebung der Testangst, des Wahrnehmungstyps, der Einschaetzung der subjektiven Unterstuetzung der Instruktion und der Bewertung der Institution. Zunaechst wurde ueberprueft, ob Leistungsunterschiede hinsichtlich der Instruktionsgruppen bestehen. Bezogen auf die Form der Instruktion zeigten die Versuchspersonen hinsichtlich ihrer Leistungen in den vorgegebenen Tests nahezu identische Ergebnisse, woraus sich schliessen laesst, dass die Testpersonen hinsichtlich der Instruktion die Testbatterie zur kraftfahrspezifischen Leistungsfaehigkeit unter gleichen Bedingungen ableisten. Es gibt Unterschiede in der Leistung verschiedener Wahrnehmungstypen. Akustische Wahrnehmungstypen zeigen bessere Leistungen, wenn sie mittels multimedial unterstuetztem Video instruiert werden, und zwar in visuellen Strukturierungsaufgaben im Faktor Genauigkeit. Es konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen der Testangst und der Art der Instruktion sowie der Bewertung und der Form der Testanweisung nachgewiesen werden. Allerdings konnte beobachtet werden, dass Personen mit hoher Aengstlichkeit zu einem schlechteren Ergebnis in der Konzentrationsleistung im Faktor Geschwindigkeit neigen. Die befragten Klienten des KfV unterschieden sich, bezogen auf die zwei Arten der Instruktion, hinsichtlich der empfundenen Unterstuetzung durch die Instruktion nicht. Die Ergebnisse in den Leistungstests beeinflussen die empfundene Unterstuetzung in der Hinsicht, dass Personen, die hohe Werte in Aufgaben zur intellektuellen Leistungsfaehigkeit erzielen, die Unterstuetzung durch die Testinstruktion niedriger bewerten als Personen mit niedrigeren Werten. Personen mit hoher reaktiver Belastbarkeit bewerten die Unterstuetzung durch die Testinstruktion hoch. Insgesamt sind die Ergebnisse der Untersuchung durch eine Tendenz zu sozial erwuenschten Antworten gekennzeichnet. (KfV/A)

  • Corporate Authors:

    UNIVERSITAET WIEN, FAKULTAET FUER HUMAN- UND SOZIALWISSENSCHAFTEN

    DR. KARL LUEGER-RING 1
    WIEN,   OESTERREICH  A-1010
  • Authors:
    • RIENER, R I
  • Publication Date: 2001

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 110S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01195735
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:12PM