Entwicklung des Betonstrassenbaus in Russland

Die ersten Betonstrassen in Russland wurden 1913 in Petersburg und in Tiflis gebaut. Diese Betonstrassen wiesen bereits einen zweischichtigen Aufbau auf. Von 1913 bis 1950 wurden nur noch wenige Betonstrassen gebaut. Die breite Anwendung von Beton im Strassenbau begann in den 50er Jahren. In dieser Zeit wurden die Betonstrassen ueberwiegend bewehrt ausgefuehrt. Die ersten fugenlosen, durchgehend bewehrten Betonstrassen wurden gegen Ende der 60er Jahre hergestellt. Seit etwa 1970 wurden ueberwiegend unbewehrte Betondecken gebaut, die durch Raumfugen und Querscheinfugen in Einzelplatten unterteilt wurden. Zurzeit wird haeufig ein zweischichtiger Aufbau ausgefuehrt, wobei nur die untere 18 bis 20 cm dicke Schicht aus Beton (Betonfestigkeit etwa B 35) besteht und als obere Schicht ein etwa 9 bis 12 cm dicker Asphaltbeton eingebaut wird. Die geologischen, geografischen und klimatischen Gegebenheiten in grossen Regionen Russlands haben zu einigen Sonderbauweisen gefuehrt. In weiten Bereichen des europaeischen Russland sind Grobzuschlaege nur schwer zu gewinnen und muessen ueber weite Strecken transportiert werden. Zur besseren Nutzung der vorhandenen Sandboeden wurden deshalb von Mitte der 60er bis Anfang der 90er Jahre zahlreiche Autobahnteilstrecken, Stadtstrassen und Flugplaetze gebaut, bei denen als Zuschlag ausschliesslich beziehungsweise ueberwiegend Sand (Korngroesse 0 bis 5 mm) verwendet wurde. Insbesondere in Sibirien sind die Boeden zum Teil ganzjaehrig gefroren. Zur Verlaengerung der Bausaison wurden deshalb spezielle Betonierverfahren entwickelt. Beitrag aus: Betonstrassentagung 2001 - Vortraege der Tagung der Arbeitsgruppe "Betonstrassen" am 19. und 20. September in Chemnitz.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01195702
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:12PM