Unfallrisiko bei Spiel und Sport

Die meisten Unfaelle ereignen sich zu Hause, in der Freizeit und beim Sport. In Oesterreich haben etwa 120.000 Freizeitsportler pro Jahr einen Unfall. Fast drei Viertel aller Oesterreicher betreiben in ihrer Freizeit Sport. An der Spitze stehen Radfahren und Schwimmen. Die risikoreichste Sportart ist Fussball. Sportler verletzen sich auch auf oeffentlichen Strassen, jaehrlich etwas ueber 18.000 Radfahrer, 3.200 Inline-Skater, 1.700 Skateboarder und 900 Jogger. Der Anteil der Unfaelle auf den Strassen an den gesamten Unfaellen der jeweiligen Sportart liegen mit Ausnahme der Jogger ueber 50 Prozent. Die haeufigste Verletzungsart beim Inline-Skaten ist der Knochenbruch, betroffen sind vor allem Unterarme, Hand und Handgelenk. Ueber 90 Prozent der Unfaelle sind Einzelstuerze. Eine Befragung ergab, dass 97 Prozent der Verletzten keine spezielle Ausbildung hatten und nur ein geringer Teil eine Schutzausruestung verwendet hatte. Das Training von Grundfertigkeiten, das Tragen von Schutzausruestung und eine verstaerkte Aufklaerungsarbeit sind die wichtigsten Praeventionsmassnahmen. In Oesterreich gibt es fast drei Millionen Radfahrer. Von ihnen verletzten sich jaehrlich etwa 32.000. Die haeufigsten Verletzungen sind Knochenbrueche, am staerksten betroffen ist der Kopf. Rund 65 Prozent der Radunfaelle sind Kollisionen mit einem Pkw, nur etwa 10 Prozent Kollisionen mit Fussgaengern. Der Fahrradhelm schuetzt vor toedlichen Unfaellen und Dauerschaeden ohne Heilungschancen. Die Helmtragequote in Oesterreich betraegt bei Kindern 43 Prozent, bei Jugendlichen 12,5 Prozent und bei Erwachsenen 8 Prozent. Seit Beginn der 90er Jahre hat die Helmtragequote in allen Altersgruppen deutlich zugenommen. Aus Befragungen geht hervor, dass der Helm deswegen nicht getragen wird, weil er als unbequem gilt, das Aufbewahren als laestig empfunden wird und die Radfahrer der Meinung sind, keinen Helm zu benoetigen, weil sie nicht riskant fahren. Seit 1. Mai 2001 ist in Oesterreich eine neue Fahrradverordnung in Kraft. Es ist nun ein weisser Frontrueckstrahler verpflichtend, bei Tageslicht und guter Sicht muss keine Radlichtanlage mehr mitgefuehrt werden und es darf nur mehr maximal ein Kindersitz angebracht werden. Etwa 1.000 Radfahrer verletzten sich jaehrlich, weil die Raeder mangelhaft gewartet oder beschaedigt waren. Deshalb sollte das Fahrrad jaehrlich einmal von ausgebildeten Fachkraeften ueberprueft werden. Fuer die Ueberpruefung hat das "Institut Sicher Leben" eigene Richtlinien erarbeitet. Jogger sollten sich, speziell wenn sie am Strassenrand unterwegs sind, sichtbar machen. Mit entsprechendem Reflexmaterial sind Fussgaenger und Sportler schon aus einer Distanz von etwa 150 Metern zu sehen. Im Jahr 2000 verletzten sich in Oesterreich etwa 1.200 Scooter-Fahrer. Die meisten stuerzten wegen minimaler Unebenheiten. In einem Exkurs "Spielplaetze" wird abschliessend auf die Spielplatz-Unfaellle in Oesterreich, die Sicherheitsmaengel und die Neugestaltung von Spielplaetzen in der Stadt Salzburg eingegangen. Spielplatzausgaenge zur Strasse sollten so gestaltet sein, dass sie fuer Kinder eine gut erkennbare Abgrenzung zur Spielflaeche darstellen. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD-Nummer D346576. (KfV/A)

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01195373
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • ISBN: 3-7070-0049-4
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:05PM