Siedlungsentwicklung an Stadtbahntrassen - Das Beispiel Murgtal: Forschungsprojekt an der Universitaet Karlsruhe im Rahmen des Forschungsschwerpunktprogramms 1999, Laufzeit: 10/1999 - 9/2001

Ziel des Forschungsprojekts war es, Zusammenhaenge zwischen Siedlungs- und Verkehrsplanung zu analysieren und Verfahren zu identifizieren und weiterzuentwickeln, mit deren Hilfe eine enge Verzahnung von flaechensparender Siedlungsentwicklung und Ausbau und Optimierung der Schienenverkehrsinfrastruktur erreicht werden kann. Als Ergebnis wurden fuer die Beispielregion "Murgtal" Empfehlungen fuer geeignete Wohn- und Gewerbestandorte innerhalb der bestehenden Siedlungsstruktur, fuer den Neu- und Umbau von Haltestellen und Veraenderungen in ihrem Umfeld, fuer standortgerechte Gebaeudetypen und Nutzungen im Neubau und im Umgang mit historischer Bausubstanz sowie fuer geeignete Planungsverfahren und Planungsprozesse formuliert. Die Untersuchung erstreckte sich auf die drei Planungsebenen Region, Gemeinden/Ortsteile bis hin zur Haltestelle und deren direkten Umgebung. Anhand einer Analyse vergleichbarer Gebiete in Deutschland und der Schweiz und der Untersuchung der aktuellen Situation in der Teilregion Murgtal wurden Loesungsansaetze erarbeitet und unter Einbeziehung der oertlichen Akteure zu konkreten Handlungsmoeglichkeiten weiterentwickelt und anschliessend uebertragbare Vorgehensweisen und Verfahren fuer andere Regionen zusammengestellt, die sowohl auf der im Sinne des Forschungsziels optimierten Anwendung bestehender Verfahren als auch auf Vorschlaegen fuer ergaenzende neue Vorgehensweisen beruhen. Die Analyse bestehender Strecken ergab, dass erkennbare Auswirkungen eines Stadtbahnanschlusses auf das Bevoelkerungs- oder Siedlungsflaechenwachstum von Gemeinden die Ausnahme darstellen, waehrend im Bereich von Grundstueckspreisen und Tourismus deutliche Veraenderungen erkennbar waren. Das bestehende Planungs- und Baurecht laesst eine Konzentration der Siedlungsentwicklung auf den Einzugsbereich von Haltestellen zwar zu, gibt den Kommunen aber ebenso die Moeglichkeit, voellig andere Planungsziele zu verfolgen. Bei der konkreten Umsetzung flaechensparender Konzepte ist die Konkurrenz der Gemeinden untereinander um Einnahmen aus Umlagen, Gewerbe und Einkommenssteuer das entscheidende Hemmnis.

  • Availability:
  • Corporate Authors:

    UNIVERSITAET KARLSRUHE, INSTITUT FUER ORTS-, REGIONAL- UND LANDESPLANUNG

    KAISERSTR. 12
    KARLSRUHE,   DEUTSCHLAND BR  D-76131
  • Authors:
    • KILIAN, A
    • DAHM, S
    • HAKENJOS, J
  • Publication Date: 2001

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 137S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01195147
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • ISBN: 3-89157-099-6
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 4:00PM