Der langsame Abschied von der Blutprobe - Aktuelle Fragen zum Fuehren von Kraftfahrzeugen unter Alkoholeinfluss nach Paragraph 24a Absatz 1 StVG sowie Paragraph 316 StGB

Auf Blutalkoholkonzentrations (BAK)-Werte als Beweismittel bei Alkoholfahrten ist derzeit sowohl im Bereich des Strafrechts als auch des Ordnungswidrigkeitenrechts - dort jedoch mit gewissen Einschraenkungen - nicht zu verzichten. Ein schneller Abschied von der Blutprobe im Zusammenhang mit Alkoholfahrten ist damit nicht in Sicht, wenngleich - nach entsprechenden Untersuchungen ueber die Abhaengigkeit des Gefaehrlichkeitsgrades eines unter Alkoholeinfluss stehenden Kraftfahrers von der Hoehe einer bestimmten Atemalkoholkonzentration (AAK) - ein langsamer Abschied eingeleitet sein mag. Der Anwendungsbereich der Atemalkoholmessung beschraenkt sich aufgrund des bisher nur im Tatbestand des Paragrafen 24a Absatz 1 Strassenverkehrsgesetz (StVG) genannten Atemalkohol-Grenzwertes derzeit ausschliesslich auf Paragraf 24a Absatz 1 StVG. Bei der Weigerung, an der Atemalkoholmessung mitzuwirken, ist aus der Sicht des Betroffenen zu bedenken, dass dann fuer den Nachweis der Alkoholisierung zwingend eine BAK-Bestimmung (Blutentnahme) erforderlich wird und die AAK-Werte im Mittel niedriger liegen, als die zu erwartenden BAK-Werte. Die neueren Umrechnungsfaktoren von im Mittel 1:2,311 sind - neben anderem - bei der polizeilichen Ermittungstaetigkeit zu beruecksichtigen.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 49-59
  • Monograph Title: Feststellung Tatzeit-BAK in Ermangelung tatrichterlicher Feststellungen als Grundlage fuer Entscheidungen ueber Anordnung einer MPU
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01195082
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:59PM