Junge Fahranfaenger zwischen Realitaet und Selbstueberschaetzung

Es werden die wesentlichen Ergebniss der Studie "Junge Fahranfaenger" von Shell und ADAC sowie der Untersuchung "Aber sicher! Befragung zur Verkehrssicherheit junger Fahranfaenger" (TU Dresden, DVR, Fahrlehrerverbaende, ADAC) referiert. Die Befragungen zeigten unter anderem, dass junge Fahrerinnen und Fahrer Risikobewusstsein haben und wissen, dass sie selbst den groessten Anteil an der Verantwortung fuer ihre Verkehrssicherheit tragen. Sie schaetzen jedoch generell ihre eigenen Probleme als gering ein beziehungsweise neigen zu einer Fehleinschaetzung ihrer Faehigkeiten. Die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorschriften hat weniger mit Fahrverhalten als mit der Akzeptanz von Regeln und Vorschriften zu tun. Die Beurteilung der eigenen Fahrprobleme stimmt nur unzureichend, die Bewertung des eigenen Unfallrisikos etwas besser mit der tatsaechlichen Unfallsituation ueberein. Junge Fahranfaenger glauben, dass sie aufmerksam und sicher fahren, obwohl sie zugegebenermassen zu schnell und haeufig unter Alkohol beziehungsweise Drogen fahren. Zur Verbesserung ihrer mangelnden Erfahrung erwarten sie Massnahmen mit direktem Praxisbezug, die dies beheben. Eine moegliche Massnahme sind praktische Fahrversuche, die den jungen Fahrern die Moeglichkeit geben, Risikosituationen durch eigenes Fehlverhalten beziehungsweise durch eigene Unzulaenglichkeit zu empfinden. Grundsaetzlich sollte jede Massnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit junger Fahranfaenger ein deutliches Spass-Element enthalten. Nicht zuletzt zur Motivation der jungen Fahrer sollten auch die uebrigen Verkehrsteilnehmer eingebunden und dazu aufgerufen werden, die eigene, teilweise aggressive Fahrweise zu erkennen und zu aendern.

  • Publication Date: 2000

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01195048
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:59PM