Verkehrssicherheit von Fussgaengern auf Schutzwegen und bei Bushaltestellen im Freiland. Unfallanalyse und Empfehlungen

Der vorliegende Bericht enthaelt Empfehlungen zur Ausgestaltung von Schutzwegen und Bushaltestellen im Freiland. Sie wurden auf der Grundlage einer Unfallanalyse, einer lichttechnischen Untersuchung "belasteter" Schutzwege und Literaturrecherchen zu den Themen "Ausstattung und Absicherung von Schutzwegen" und "Anlage von Bushaltestellen im Freiland - Fussgaengerquerungsstellen im Bereich von Bushaltestellen" erarbeitet. Analysiert wurden alle Schutzwegunfaelle im Zeitraum 1994 bis 1999 in Tiroler Ortsgebieten sowie alle Unfaelle mit querenden Fussgaengern im Freiland zwischen 1996 und 1999. Zwischen 1994 und 1998 ereigneten sich auf Schutzwegen in Tirol 353 Fussgaengerunfaelle. Ab 1996 ist ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Die Zunahme ist hauptsaechlich den Bundesstrassen zuzuordnen. Der Grossteil der Unfaelle ereignete sich im Bereich der zulaessigen Hoechstgeschwindigkeit. Zwischen 1996 und 1998 ereigneten sich in Tirol im Freiland 139 Fussgaengerunfaelle, 92 davon mit querenden Fussgaengern. In einer Tabelle sind jene Schutzwege als Unfallhaeufungsstellen aufgelistet, an denen sich zwischen 1994 und 1998 mindestens zwei Unfaelle mit Fussgaengerbeteiligung ereignet haben. An ihnen wurden lichttechnische Messungen durchgefuehrt. Aufgrund der durchgefuehrten Messungen und Erfahrungen kann davon ausgegangen werden, dass Schutzwege vielfach unzureichend beleuchtet sind. Grundsaetzlich hat die Beleuchtung von Schutzwegen der OE-Norm O1050 zu entsprechen. Ist die ortsfeste Strassenbeleuchtung nicht ausreichend dimensioniert, ist der Schutzweg mit einer Zusatzbeleuchtung auszuruesten. Immer oefter ist zu beobachten, dass im hochrangigen Strassennetz innenbeleuchtete Hinweiszeichen "Kennzeichnung eines Schutzweges" mit integrierter vertikaler Beleuchtung direkt ueber der Achse des Schutzweges eingesetzt werden. Diese Art der Ausleuchtung kann jedoch nur zusaetzlich zu einer ausreichenden ortsfesten Strassenbeleuchtung oder einer bereits vorhandenen Zusatzbeleuchtung angebracht werden. Die Empfehlungen zur Ausstattung und Absicherung von Schutzwegen beziehen sich auf von der StVO vorgegebene Verhaltensregeln, die Voraussetzungen zur Anlage eines Schutzweges, die Grenzwerte der Fussgaenger- und Fahrzeugfrequenzen, die erforderlichen Sichtfelder an Schutzwegen sowie die Kennzeichnung und die Beleuchtung des Schutzweges. Die Empfehlungen zur Anlage von Bushaltestellen im Freiland beziehen sich auf die StVO-Verhaltensregeln, die Einsatzgrenzen unterschiedlicher Arten von Bushaltestellen im Freiland, die Lage und Ausruestung von Bushaltestellen, die Anlage und Beleuchtung von Fussgaengerquerungsstellen sowie auf strassenpolizeiliche Begleitmassnahmen. Zusaetzlich werden einige Beispiele fuer Bushaltestellen vorgestellt. Der Anhang enthaelt Checklisten, Richtlinien, Normen, Beispiele fuer die Messergebnisse der Beleuchtungsstaerken an Schutzwegen und die Diskussion der Ergebnisse der Literaturrecherchen. (KfV/A)

  • Corporate Authors:

    KURATORIUM FUER VERKEHRSSICHERHEIT, LANDESSTELLE TIROL

    SUEDTIROLERPLATZ 4
    INNSBRUCK,   OESTERREICH  A-6020
  • Authors:
    • HIRSCHHUBER, H
    • HUTER, G
    • CORNET, B
    • FEICHTER, R
  • Publication Date: 2000-7

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 101S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01194960
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:57PM