Massnahmen fuer das Fahren bei verminderter Sicht

Measures to Influence Driving under Reduced Visibility

Aus Unfalldaten und Forschungsergebnissen zum Fahrerverhalten kann Folgendes fuer die Sicherheit unter den schlechten Sichtbedingungen bei Nacht oder bei Schlechtwetter abgeleitet werden: 1. Strassenbeleuchtung traegt zur Verminderung von Unfaellen bei. 2. Strassenlicht mit einem fast senkrechten Strahl auf die Strasse kann die Sichtbarkeit bei Nebel erhoehen; 3. Erhoehte reflektierende Bodenmarkierungen sind wahrscheinlich wirksamer als Fahrbahnteiler und Seitenstreifen; 4. Innenbeleuchtete Verkehrszeichen fuehren zu einer frueheren Wahrnehmung. Symbole werden schneller entdeckt als Schrift. 5. Strassenbelaege mit hoher Leuchtdichte auf gefaehrlichen Abschnitten erhoehen die Sicherheit; 6. Erfolgversprechend sind Nebelwarnzeichen. Die Sicherheitseffekte verschiedener anderer Massnahmen sind ungewiss. Sie koennen zu hoeheren Geschwindigkeiten fuehren, ohne die Wahrnehmung von Objekten zu verbessern. Es besteht vielfach die Gefahr, dass es zu einer selektiven Verbesserung der raeumlichen Wahrnehmung ohne korrespondierende Verbesserung der Fokussierung kommt. Fuer das sichere Befahren von Tunneln scheinen unter anderem eine hohe Leuchtdichte an Ein- und Ausgaengen in Kombination mit einer niedrigen Leuchtdichte in der Naeherungszone, eine einheitliche Leuchtdichte im Tunnel sowie eine hohe und diffuse Reflexion des Belages und der Tunnelwaende geeignet zu sein. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die meisten Schlussfolgerungen auf der Basis von wenigen Forschungsergebnissen gezogen wurden. Die allgemeine Schlussfolgerung lautet, dass es einen grossen Bedarf an der Erforschung des Fahrerverhaltens gibt. Ausreichend belegt sind lediglich die positiven Sicherheitseffekte der Strassenbeleuchtung und von Nebelwarnsignalen. Wenig erforscht sind die verschiedenen Massnahmen auch in Hinblick auf die Informationsbeduerfnisse unterschiedlicher Fahrergruppen. Massnahmen, die auf die Beduerfnisse junger Fahrer abgestimmt sind, muessen nicht den Beduerfnissen aelterer Menschen entsprechen. Es ist weiters denkbar, dass Massnahmen, die den Beduerfnissen bestimmter Fahrergruppen entsprechen, negative Auswirkungen auf andere Gruppen haben. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD-Nummer D346510. (KfV/A)

  • Authors:
    • Sagberg, F
  • Publication Date: 1999-4

Language

  • English

Media Info

  • Pagination: 107-33
  • Monograph Title: Visuelle Modifizierung des Strassenraumes. Ergebnisbericht D2 aus dem GADGET Projekt "Sicherung von Autofahrern durch Leitsysteme, Erziehung und Technologie"
  • Serial:
    • TOEI NOTAT
    • Issue Number: 1137
    • Publisher: Norwegian Institute of Transport Economics

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01194602
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:50PM