Die Geraeuschabstrahlung der Portale von Strassentunneln - Untersuchungen an verkleinerten Tunnelmodellen

Schallreflexionen an den Innenwaenden eines Strassentunnels erhoehen den im Tunnel herrschenden Geraeuschpegel. Nach In-situ-Messungen in verschiedenen Strassentunneln kann die Erhoehung des Mittelungspegels in Tunnelmitte bis zu 14 dB(A) betragen. Durch schallabsorbierende Bekleidung der Tunnelinnenwaende wird die Pegelerhoehung bis auf wenige Dezibel abgebaut. Die Reflexionen im Tunnelinnern fuehren weiter zu einer erhoehten Schallemission aus den Tunnelportalen, sodass der Immissionspegel in der Naehe der Portale ansteigt. Schallmessungen an einem im Massstab 1:8 verkleinerten runden Tunnel und zwei im Massstab 1:20 verkleinerten runden und rechteckigen Tunneln - alle mit senkrechten Portalen und schallreflektierenden Innenwaenden - ergaben an Immissionsorten in 10 m Abstand zur Tunnelachse maximale Pegelerhoehungen von ungefaehr 4 dB(A). Sie lagen in 20 m Abstand noch bei 2 dB(A). Durch relativ kurze Belegungslaengen der Tunnelinnenwaende mit schallabsorbierendem Material kann die maximale Pegelerhoehung auch im Nahbereich von Strasse und Tunnelportal auf unkritische Werte unter 1 dB(A) abgesenkt werden. Anhand der Messergebnisse liess sich ein einfaches Verfahren zur Berechnung der Erhoehung des Mittelungspegels an Immissionsorten vor den Portalen von Tunneln mit schallreflektierenden Innenwaenden herleiten. Das Verfahren kann mit geringen Modifikationen auch zur Berechnung der Pegelerhoehung an Tunneln mit schallabsorbierender Bekleidung der Innenwaende herangezogen werden.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 547-52
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01194553
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:49PM