Das Schutzgut Landschaftsbild in der Landschaftsrahmenplanung Rheinland-Pfalz

Die in der Landschaftsrahmenplanung Rheinland-Pfalz entwickelte und angewandte Methode zur Erfassung, Bewertung und Planung des Schutzguts Landschaftsbild basiert auf folgenden Bausteinen: Die Naturraeume unterster Ordnung werden als Landschaftsbildeinheiten festgesetzt, im Bedarfsfall erfolgt eine Untergliederung. Der erste Bewertungsschritt besteht in einem "Soll-Ist-Vergleich". Dabei wird fuer jede Landschaftsbildeinheit ein "Soll-Zustand" als Bewertungsmassstab definiert und - ebenso wie der Ist-Zustand - nach den Erfassungsmerkmalen Relief, Gewaesser, Nutzungsmuster und Siedlung/Bauwerke beschrieben. Der Grad der Uebereinstimmung zwischen "Soll" und "Ist" wird in drei Wertstufen (hoch, mittel, gering) ausgedrueckt. In einem zweiten Bewertungsschritt werden anhand des Kriteriums Einzigartigkeit besonders bedeutsame Raeume ermittelt. Diese werden zusammen mit den Landschaftsraeumen, die im Soll-Ist-Vergleich die hoechste Wertstufe erreichen, zur Integration in die regionalen Raumordnungsplaene als "Vorbehaltsgebiete fuer den Schutz des Landschaftsbildes" vorgeschlagen. Darueber hinaus werden in einem dritten Bewertungsschritt auch Leitbilder fuer die Erhaltung und Entwicklung des Landschaftsbildes in Form von "Erlebnisraumtypen" formuliert. Die daraus abgeleitete Karte "Leitbilder" wird fuer Konzeptionen in der landschaftsbezogenen Erholung genutzt. Titel in Englisch: Landscape amenity as a protected asset in landscape master planning in the German regional state of Rhineland-Palatinate.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 311-7
  • Serial:
    • NATUR UND LANDSCHAFT
    • Volume: 76
    • Issue Number: 7
    • Publisher: W. KOHLHAMMER GMBH VERLAG
    • ISSN: 0028-0615

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01194493
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:48PM