Bau der Lahntalbruecke im Zuge der DB-Neubaustrecke Koeln-Rhein/Main

Die Trasse der DB-Neubaustrecke Koeln-Rhein/Main ueberquert in der Naehe von Limburg mit einer 438 Meter langen Bruecke das Tal der Lahn in einer Hoehe von 44 Metern. Die Lahn und eine Bahnstrecke werden durch einen Bogen aus Stahlbeton ueberspannt. Der Ueberbau ist ein ueber 8 Felder durchlaufender einzelliger Kastentraeger aus Spannbeton, der mittels Vorschubruestung hergestellt wurde. Seine Lagerung erfolgt auf dem Scheitel des Bogens, sechs Zwischenpfeilern und den beiden Widerlagern. Die Regelspannweite betraegt 58 Meter. Der Bogen hat somit eine Spannweite von 116 Metern. Wie die gesamte Neubaustecke wird auch die Lahntalbruecke mit einer "Festen Fahrbahn" ausgestattet. Die Setzungen des Bauwerks waren deshalb moeglichst gering zu halten. Pfeiler und Widerlager erhielten daher Tiefgruendungen bis zum anstehenden Felshorizont. Am Widerlager Nord wurde wegen der grossen Tiefe des Felshorizontes eine Schachtgruendung ausgefuehrt. Ansonsten kamen Grossbohrpfaehle mit 1,50 Meter Durchmesser zum Einsatz. Bogen und Pfeiler sind als Hohlkaesten ausgebildet. Die beiden Bogenhaelften wurden im Freivorbau mittels Schalwagen hergestellt und mit temporaeren Spanngliedern ueber die beiden Kaempfer-Pfeiler nach rueckwaerts abgespannt. Die Schlussluecke im Scheitelpunkt wurde massiv ausgefuehrt. Die Herstellung des Ueberbaus mittels der Vorschubruestung erfolgte im 3-Wochen-Takt. Einzelheiten der konstruktiven Ausbildung und Bauausfuehrung werden beschrieben.

  • Availability:
  • Corporate Authors:

    Philip Holzmann AG, Frankfurt/Main (DEU)

    ,    
  • Publication Date: 2001

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 810-4
  • Serial:
    • TIEFBAU TBG
    • Volume: 113
    • Issue Number: 12
    • ISSN: 0944-8780

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01194467
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:47PM