Felsinjektionen beim Bau des Gotthard-Basistunnels im Abschnitt Sedrun

Wegen der grossen Anzahl von Tunnel- und Felsbauten fuer die Projekte der Bahn 2000 und der neuen Eisenbahn-Alpentransversalen in der Schweiz ist die Technologie der Injektion von Felsgestein verstaerkt untersucht und weiter entwickelt worden. Berichtet wird ueber die Einflussfaktoren bei Felsinjektionen und als Ausfuehrungsbeispiel ueber das Abteufen eines 800 Meter tiefen Schachtes zum Auffahren des Gotthard-Basistunnels. Es werden die Injektionsarbeiten und der Nachweis des Dichtungs- und Verfestigungserfolges naeher beschrieben. Die verschiedenen Injektionsmittel und deren Anwendungsgebiete - als Bauhilfsmassnahmen (wie beim Tunnelvortrieb) und zur Abwehr von aussen einwirkender Einfluesse - werden erlaeutert. Der Schacht "Sedrun" ist der bautechnisch anspruchsvollste Abschnitt des ganzen Projektes Gotthard-Basistunnel, weil das Gebirge dort von zahlreichen Stoerungen durchzogen ist, die alpine Schieferung sehr steil einfaellt und den Schacht daher spitzwinklig schneidet und ausserdem die Lage der Kluftflaechen sehr stark streut. Zur Fernhaltung des Bergwassers mussten zur Injektion von Zementsuspension voreilend schraeggeneigte Bohrungen von 42 Meter Laenge ausgefuehrt werden. In einem Abschnitt war wegen Kluftquellens auch der Einsatz von Polyurethan und Acryl erforderlich. Es folgen noch einige Angaben ueber die Wasserhaltung fuer den Basistunnel und zur Ausschreibung von Felsinjektionen.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 776-8
  • Serial:
    • TIEFBAU TBG
    • Volume: 113
    • Issue Number: 11
    • ISSN: 0944-8780

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01194329
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:45PM