Resiko Studie

In einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden rund 1.000 Pkw/Pkw-Unfaelle mit Getoeteten oder schwer Verletzten ausgewertet. Ein wesentliches Ergebnis war, dass trotz erhoehten Risikos bei Naesse mindestens genauso schnell wie auf trockener Fahrbahn gefahren wurde. Als Konsequenz werden spezielle Tempolimits bei Dunkelheit und Naesse sowie eine entsprechende Ausbildung junger Fahrer in der Fahrschule gefordert. Beim Zusammenstoss zweier Pkw mit getoeteten oder schwer verletzten Personen war in jedem vierten Fall Alkohol im Spiel. Deshalb werden obligatorische Alkoholkontrollen bei Unfaellen mit Personenschaden empfohlen. Verstaerkte Gurtanlegekontrollen sollten insbesondere ausserorts und nachts durchgefuehrt werden, da bei schweren Unfaellen die Unfallverursacher dreimal so oft nicht angegurtet waren wie unschuldig Beteiligte. Weitere Aufklaerungsarbeit ueber den unzureichenden Schutz von Airbags ohne Gurtanlage sollen dazu beitragen, die Anlegequote zu erhoehen. Ausserdem wird ein automatischer Unfallnotruf als Standardausstattung in jedem Pkw gefordert, da bei einem Pkw-Unfall drei Viertel der Getoeteten innerhalb einer Stunde nach dem Unfall sterben. Da rund zwei Drittel der getoeteten Fahrer nach Seitenkollisionen starben, wird die Forderung nach verbessertem seitlichen Schutz erhoben (groessere Strukturfestigkeit der Tueren, Querversteifung der Karosserie, Polsterung und Seitenairbags).

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 22-3
  • Serial:
    • DVR-REPORT
    • Issue Number: 1
    • Publisher: DEUTSCHER VERKEHRSSICHERHEITSRAT E.V.
    • ISSN: 0940-9025

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01194275
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:44PM