Geokodierung von Quelle und Ziel von Wegen als Grundlage zur Ermittlung von Fahrleistungsdaten

Ziel der Studie war eine Analyse der Einsatzmoeglichkeiten der Geokodierung zur Ermittlung von Fahrtweiten und Fahrleistungen differenziert nach Ortslage. Die Machbarkeitsstudie konnte Moeglichkeiten und Grenzen der Geokodierung von Adressen und Wegen aufzeigen. Probleme zeigen sich vor allem in den teilweise unvollstaendigen oder fehlerhaften Adressenangaben der Befragten. Aus diesem Grund ist eine rein automatische Geokodierung nicht ausreichend. Zur Vermeidung von Verzerrungen sind manuelle Nachrecherchen notwendig. Weiterhin sollten vor allem abhaengig vom Verkehrsmittel und der Wegstrecke unterschiedliche Berechnungsmodelle zur Strassennutzung verwendet werden (schnellster Weg versus kuerzester Weg). Weiterhin wurde geprueft, inwiefern sich die Fahrleistungen der Befragten nach Ortslagen differenziert (innerorts, ausserorts (ohne Bundesautobahnen), Bundesautobahnen) bestimmen lassen. Eine derartige Analyse war mit dem verfuegbaren externen Datenmaterial nur teilweise durchfuehrbar. Als schwierig erwies sich dabei die Bestimmung der Grenzen zwischen Innerorts- und Ausserortsstrassenabschnitten, das heisst, der Aufstellorte der Ortstafeln. Hierzu ergaben sich jedoch zwei realistische Alternativen: - Mit relativ geringem Aufwand kann eine Verknuepfung der Strassen mit der Siedlungsflaeche durchgefuehrt werden. Diese Information liegt bereits in digitalisierter Form vor. - Ebenfalls auf der Basis bereits vorhandener Informationen moeglich ist die Betrachtung der "zulaessigen" Hoechstgeschwindigkeiten und Siedlungsbereiche in einem navigationsfaehigen Strassennetz. Durch dieses Verfahren kann indirekt auf die Position der Ortstafeln geschlossen und so eine Analyse nach Ortslagen durchgefuehrt werden. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass eine Geokodierung von Befragungsdaten zur Ermittlung von Fahrleistungen differenziert nach Ortslage erfolgversprechend eingesetzt werden kann.