Fussgaenger und Radfahrer an Knotenpunkten ausserhalb bebauter Gebiete

Unfaelle mit Fussgaenger- und Radfahrerbeteiligung sind an Knotenpunkten ausserhalb bebauter Gebiete relativ selten, jedoch dann meist mit schwerwiegenden Folgen verbunden. Ueber Einzelanalysen hinaus fehlten bisher eindeutige Erkenntnisse ueber sichere und komfortable Fuehrungen des Rad- und Fussverkehrs an Knotenpunkten und Querungsstellen auf freier Strecke. Im Rahmen einer bundesweiten Untersuchung wurden an 219 Fallbeispielen Unfallanalysen durchgefuehrt und einer ergaenzenden und vertiefenden regionalen Analyse unterzogen (117 Knoten mit 168 unterschiedlichen Fuehrungselementen fuer den Fuss- und Radweg). Es hat sich vor allem gezeigt, dass insbesondere auf Zweirichtungsradwegen von rechts kommende, die untergeordnete Strasse queren wollende Radfahrer gefaehrdet sind, und dass die Wegeverbindungen der Radfahrer beziehungsweise Fussgaenger bei der Planung von Querungsstellen meist nicht beruecksichtigt werden, sodass Ueberquerungen haeufig an nicht gesicherter Stelle stattfinden. Aus den Erkenntnissen wurden Empfehlungen zur Gestaltung von Knoten und deren Ausstattung mit Querungselementen entwickelt, die vor allem die Hauptverkehrsbeziehungen der verschiedenen Verkehrsarten beruecksichtigen sowie Hinweise zur Lage der Querungsstellen/Furten und notwendige Ausstattungsdetails geben.