Schweizerische Verkehrspolitik als Alternative? - Strategieansaetze zur Verminderung der Verkehrsbelastung aus dem Strassengueter(transit)verkehr

Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um den Abdruck der beim Vortrag verwendeten Folien. Die Strategie der Schweizer Verkehrspolitik verfolgt zwei Lenkungsziele, die Begrenzung beziehungsweise Reduktion der Lkw-Fahrten sowie deren Verlagerung auf die Schiene. Ein produktiver Strassengueterverkehr, eine effiziente Bahn und EU-Kompatibilitaet sind die dafuer notwendigen Voraussetzungen. Die Einfuehrung einer flaechendeckenden leistungsabhaengigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) am 1. Januar 2001 soll die Finanzierung von Infrastrukturprojekten ermoeglichen. Mit der gleichzeitig durchgefuehrten Erhoehung des Gewichtslimits von 28 auf 40 Tonnen soll die Produktivitaet des Guetertransports auf der Strasse erhoeht werden. Flankierend ist unter anderem eine Intensivierung der Schwerverkehrskontrollen und die Sicherstellung der Einhaltung von Arbeitsbedingungen vorgesehen. Zur Sicherstellung der Verlagerung auf die Schiene sind unter anderem die beschleunigte Realisierung des Loetschberg-Basistunnels, Vorgaben fuer Produktivitaetssteigerungen und Trassenpreisverbilligungen geplant. Die Umsetzung soll durch Monitoring-Berichte an das Parlament, eine umfassende Controlling-Organisation und Oeffentlichkeitsarbeit sichergestellt werden. Im Jahr 2001 fuehrte die LSVA zu einer Reduktion der Lkw-Kilometer um bis zu 8 Prozent, zu grossen Produktivitaetseffekten im Strassenverkehr und zu einem geringeren Wachstum im Alpentransit. Eine Verlagerung auf die Schiene fand jedoch nicht statt. Zu beantworten wird unter anderem sein, ob die Bahn fuer die Verlagerung effizient und attraktiv genug ist. Nach wie vor bestehen im Alpentransit Kompatibilitaetsprobleme. Chancen fuer mehr Koordination mit den anderen Alpenlaendern und speziell mit Oesterreich gibt es beim Umgang mit der Sicherheit in den Strassentunneln, bei der Lkw-Maut, bei der Definition der Preispolitik in sensiblen Korridoren und bei der Kontrolle von Sozialbedingungen. Eventuell bietet die Abloesung des oesterreichischen Oekopunktesystems sogar neue Anknuepfungspunkte fuer ein gemeinsames Vorgehen. Dem Vortrag beigefuegt sind die Ergebnisse der Fallstudie LSVA des EU-Projekts Desire und der Abdruck eines Artikels mit einer politologischen Analyse der Geschichte der 28-Tonnen-Limite. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD D353014. (KfV/A)

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 123-43
  • Monograph Title: EU-Erweiterung und Alpentransit. Ueberrollt uns der Schwerverkehr? Perspektiven und Alternativen aus ArbeitnehmerInnensicht. Tagungsband
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01193686
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • ISBN: 3-7063-0232-2
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:15PM