Ingenieur- oder Architekturbruecken?

Bericht ueber einen Vortrag, der auf einem Symposium des Vereins Beratender Ingenieure ueber den Entwurf und die Gestaltung von Bruecken gehalten wurde. Die Planung von Bruecken umfasst zwei verschiedenartige Bereiche: einerseits den analytischen Bereich mit den Nachweisen der Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit, Dauerhaftigkeit und Machbarkeit und andererseits den kreativen Bereich, der die Gestaltung des Bauwerks selbst und dessen Integration in das zeitliche und raeumliche Umwelt sowie die Wirtschaftlichkeit umfasst. Es werden die Vorgehensweisen beim Entwurfsprozess einer Bruecke erlaeutert. Architekten und Ingenieure gehen da unterschiedlich vor: Der Architekt geht von einer Formvorstellung aus, die er entweder als Idee hat oder als Beispiel kennt. Der Ingenieur bemueht sich, daraus dann aufgrund technischer Ueberlegungen das optimale Tragwerkssystem zu entwickeln. Ingenieure beginnen den Entwurfsprozess mit der Suche nach dem in Bezug auf das zeitliche und raeumliche Umfeld geeigneten Tragsystem. Dieses wird dann aufgrund konstruktiver, bautechnischer und oekonomischer Ueberlegungen weiter entwickelt und allenfalls mit Hilfe des Architekten verfeinert. An einigen positiven und negativen Beispielen werden die Gedankengaenge erlaeutert. Der Verfasser meint, dass es falsch sei, wenn der Brueckeningenieur dem Architekten den konzeptionellen Entwurf ueberlaesst oder ueberlassen muss.

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01193548
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:13PM