Quantifizierung jaehrlicher staubedingter Reisezeitverluste auf Bundesautobahnen - Stoerungsursache: Arbeitsstellen

Der erste Teil der Arbeit beschaeftigt sich mit der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen der Berechnung von Reisezeitverlusten. Dazu zaehlen die Modellierung der Verkehrsnachfrage, die Schaetzung der Kapazitaet der Arbeitsstellen-Engpaesse sowie - aufbauend auf den beiden ersten Arbeitsschritten - die Modellierung des Verkehrsablaufs und der Stauentwicklung. Als wesentliche Neuerung ist in diesem Kontext die Einfuehrung einer Funktion zur Verlagerung von Verkehrsnachfrage-Anteilen bei vorhandener Ueberlastung des Engpasses hervorzuheben. Mit diesem Ansatz soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass an stark ueberlasteten Arbeitsstellen - bedingt durch Verkehrsinformationen, aber auch durch Gewoehnungseffekte - nicht die volle zu erwartende Verkehrsnachfrage realisiert wird (raeumliche/zeitliche Verlagerung) und damit auch entsprechend geringere Reisezeitverluste auftreten. Im zweiten Teil der Arbeit werden die Ergebnisse der Reisezeitverlustberechnung fuer die beiden Bezugsjahre 1998 und 2000 ausfuehrlich dargestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Datenverfuegbarkeit erfolgt hier eine Unterscheidung nach Arbeitsstellen laengerer Dauer ueber 14 Tage beziehungsweise bis zu 14 Tagen sowie Arbeitsstellen kuerzerer Dauer. An diese Ausfuehrungen schliesst sich eine Sensitivitaetsanalyse an, in der der Einfluss der verschiedenen Eingangsdaten (zum Beispiel Verkehrsfuehrung, Zeitraum der Bauausfuehrung) und Modellparameter (zum Beispiel Verlagerungsfunktion, Variationskoeffizienten) untersucht wird.