Umweltbelastungen des Freizeitverkehrs. Repraesentative Untersuchung zum Freizeitverkehrsverhalten in Deutschland

Im Rahmen des Forschungsprojekts "Mobilitaetsstile in der Freizeit" wurden die Zusammenhaenge zwischen Freizeitverkehrsverhalten, Mobilitaet und Umweltbelastungen untersucht. Neben detaillierten Daten zum alltaeglichen Verkehrsverhalten in der Freizeit wurden aus der Gesamtheit der Befragten (N = 1.000) fuenf Mobilitaetsstilgruppen herausgearbeitet: 1. Die FUN-Orientierten mit ihrer Spass- und Erlebnisorientierung (22 Prozent), 2. die Modern-Exklusiven mit ihrem Wunsch nach Luxus und Exklusivitaet (17 Prozent), 3. die Belasteten-Familienorientierten, die vom Beduerfnis nach Entlastung getragen sind (24 Prozent), 4. die Benachteiligten mit ihrem Anspruch auf soziale Integration und Aufwertung (11 Prozent) sowie 5. die Traditionell-Haeuslichen mit einer ausgepraegten Orientierung an traditionellen Werten (26 Prozent). Die einzelnen Gruppen weisen hinsichtlich ihres Verkehrsverhaltens erhebliche Unterschiede auf. Bei den FUN-Orientierten summiert sich der Freizeitverkehrsaufwand pro Woche und Person auf 82 Personenkilometer (Pkm), den geringsten Freizeitverkehrsaufwand haben die Benachteiligten (35 Pkm). Die Verkehrsmittelwahl ueber alle Wegezwecke aller fuenf Gruppen wird vom motorisierten Individualverkehr (MIV) dominiert, ueber die Haelfte der Wege (52 Prozent) werden so zurueckgelegt. Mit oeffentlichen Verkehrsmitteln (OEV) werden sieben Prozent der Wege, mit dem Fahrrad 11 Prozent und zu Fuss 30 Prozent bewaeltigt. Auch beim Freizeitverkehrsaufwand weisen alle Gruppen einen hohen MIV-Anteil auf. Mit 14 Prozent ist der OEV-Anteil bei den Benachteiligten am hoechsten, hohe Verkehrsanteile im Fussgaengerverkehr erzielen die Traditionellen (18 Prozent) und die Benachteiligten (17 Prozent). - Beim Primaerenergieverbrauch und den Treibhausgasemissionen lag das Entlastungspotenzial im Freizeitverkehr bei fuenf bis acht Prozent. Grundsaetzlich werden die Treibhausgasemissionen sowohl des Freizeit- als auch des Nicht-Freizeitverkehrs ueberwiegend durch den MIV verursacht. Zur Entlastung der Umwelt wurden zielgruppenspezifische Massnahmen entwickelt mit dem Ziel, eine Verlagerung vom Auto auf den OEV in Hoehe von 10 - 20 Prozent des Verkehrsaufwandes zu erreichen. Zur Verdeutlichung werden beispielhaft einige Massnahmen fuer die Gruppen der FUN-Orientierten und der Traditionell-Haeuslichen aufgefuehrt.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 482-3
  • Serial:
    • Umwelt BMU
    • Issue Number: 9
    • Publisher: Bundesministerium fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
    • ISSN: 0343-1460

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01193308
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:08PM