Temperaturabsenkung im Asphaltstrassenbau: Die Verfahren beim Walzasphalt

Schon zu Beginn der 90er Jahre wurden verfahrenstechnische Ansaetze entwickelt, die darauf beruhten, vor allem durch eine steuerungstechnisch differenziertere Zugabe der Mineralstoffe und Bindemittelkomponenten eine ausreichende Umhuellung der Mineralstoffe bei niedrigeren Temperaturen sicherzustellen. Die weitere Umsetzung und Austestung wurde jedoch nicht konsequent fortgefuehrt, da diese Verfahren die wirtschaftlichen Erwartungen seinerzeit nicht erfuellen konnten. Aufgrund der zwischenzeitlich geaenderten Rahmenbedingungen werden diese Verfahren heute aber weiter erforscht. Nachgewiesen wurde, dass es moeglich ist, Walzasphaltmischgut mit diesen Verfahren temperaturabgesenkt qualitativ hochwertig herzustellen. Der weitere, noch durchzufuehrende Teil des Forschungsprogramms soll abklaeren, ob so hergestelltes Mischgut auch bei den ueblicherweise herrschenden Randbedingungen zuverlaessig eingebaut und verdichtet werden kann. Mit sehr gutem Erfolg wird seit Mitte/Ende der 90er Jahre auch die Zugabe von organischen und anorganischen Zusaetzen geprueft. Waehrend die Zugabe eines anorganischen Zeolithes in erster Linie die Einbauwilligkeit des Asphaltes durch eine Vergroesserung des Bindemittelvolumens infolge dosierter Wasserfreigabe erhoeht und damit eine Absenkung der Herstell- und Verarbeitungstemperaturen ermoeglicht, veraendern organische, auf Wachs basierende Zusaetze zum Bindemittel die Bitumenviskositaet, welche neben einer Absenkung der Herstell- und Verarbeitungstemperaturen auch eine Verbesserung der Waermestandfestigkeit bewirkt. Asphalte mit beiden Arten der Additivzugabe befinden sich in der Phase einer Langzeitbewaehrung.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01192942
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:01PM