Zweckmaessigkeitskriterien fuer Infrastruktureinrichtungen von Strassen-Verkehrstelematik-Systemen

Unter dem Begriff "Strassenverkehrstelematik" versteht man die auf Informatik und Telekommunikation beruhenden Fahrzeug- und Infrastrukturtechnologien fuer die Unterstuetzung und Zurverfuegungsstellung von Diensten zur Verbesserung des Strassenverkehrs bezueglich Sicherheit, Leistungsfaehigkeit, Komfort und Umweltvertraeglichkeit. Mit Strassenverkehrstelematik-Systemen soll die Effizienz des Verkehrssystems erhoeht werden. Der Strassenverkehr soll sicherer und fluessiger werden; durch das Vermeiden von Staus sollen die Umwelt geschont, der Energieverbrauch vermindert, die Reisezeiten kuerzer und der Fahrkomfort hoeher werden. Zudem koennen solche Systeme dazu beitragen, die Reisezeiten besser berechenbar zu machen. Die Zweckmaessigkeit von Verkehrstelematik-Systemen sollte vor ihrer Realisierung beurteilt werden. In der Forschungsarbeit werden deshalb einfach handhabbare Kriterienraster und Anleitungen, die eine einheitliche und effiziente Beurteilung der Infrastruktur-Einrichtungen von Strassenverkehrstelematik-Systemen ermoeglichen, ausgearbeitet. Die Einrichtung von Strassenverkehrstelematik-Systemen ist in der Regel mit betraechtlichen Investitions- und Betriebskosten verbunden. Dabei koennen Investition und Betrieb durch die oeffentliche Hand oder von der Privatwirtschaft erfolgen; auch gemischtwirtschaftliche Modelle sind denkbar (Public Private Partnership). Grundsaetzlich koennen die Strassenverkehrstelematik-Systeme (SVT-Systeme) somit in solche, an denen die oeffentliche Hand beteiligt ist, und solche, an denen sie nicht beteiligt ist, eingeteilt werden. Bei den SVT-Systemen ohne Beteiligung der oeffentlichen Hand kann weiter danach unterschieden werden, ob sie einerseits Verkehrsinfrastrukturen benoetigen und, ob sie andererseits Auswirkungen auf Dritte, die Umwelt, die oeffentliche Hand etc. haben. SVT-Systeme koennen somit in vier Gruppen eingeteilt werden, wobei fuer jede Gruppe eine andere Beurteilungsmethode sinnvoll ist : Gruppe A - Systeme, die von der oeffentlichen Hand (mit-)finanziert werden; Gruppe B - Systeme, die privatwirtschaftlich finanziert werden und oeffentliche Infrastrukturen beanspruchen; Gruppe C - Systeme, die privatwirtschaftlich finanziert werden und keine oeffentlichen Infrastrukturen beanspruchen, die aber Auswirkungen auf Dritte, die Umwelt, die oeffentliche Hand etc. haben; Gruppe D - Systeme, die privatwirtschaftlich finanziert werden, die keine oeffentlichen Infrastrukturen beanspruchen und keine Auswirkungen auf Dritte, die Umwelt, die oeffentliche Hand etc. haben. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit sollen den zustaendigen Instanzen als methodische Hilfestellung bei der Beurteilung und Bewertung von SVT-Systemen dienen. Es handelt sich dabei weder um ein Rezeptbuch noch um Vorschriften, die bei der Beurteilung / Bewertung eingehalten werden sollten (fuer letztere wuerden auch die rechtlichen Grundlagen fehlen). Mit der Forschungsarbeit wird aber eine Vereinheitlichung der Bewertung und Beurteilung von Strassenverkehrstelematik-Systemen angestrebt.

  • Corporate Authors:

    BUNDESAMT FUER STRASSENBAU (ASTRA) / OFFICE FEDERAL DES ROUTES (OFROU)

    WORBLENTALSTRASSE 68, ITTIGEN
    BERN,     CH-3003
  • Authors:
    • MEIER-EINSENMANN, E
    • ABAY, G
  • Publication Date: 2001-6

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 47S
  • Serial:
    • Issue Number: 491

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01192879
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:00PM