Unfaelle und Sicherheit aelterer Menschen

Im Jahr 1999 verunglueckten in Deutschland insgesamt 9.341 Personen im Alter von 65 Jahren und mehr toedlich, die meisten davon (46 Prozent) im haeuslichen Bereich, 15 Prozent starben bei Verkehrsunfaellen. Aeltere Maenner verungluecken haeufiger (76,1 je 100.000) als aeltere Frauen (69,3 je 100.000) toedlich. Bei der Anzahl der Verkehrsunfaelle aelterer Menschen mit toedlichem Ausgang zeigt sich eine deutliche Abnahme von 1970 bis 1999, obwohl die Anzahl aelterer Menschen in der Bevoelkerung deutlich zugenommen hat. Da auch die Zahl der Verletzten ruecklaeufig ist, spricht dies fuer eine Reduktion der Unfallhaeufigkeit in dieser Altersgruppe. Am haeufigsten verungluecken aeltere Menschen (auch toedlich) seit 1996 als Pkw-Insassen, bis 1995 wurden bei Verkehrsunfaellen in hoeherem Lebensalter mehr Fussgaenger getoetet als im Pkw. Insgesamt stellen Seniorinnen und Senioren der Altersgruppe 65 bis 75 Jahre kein groesseres Problem fuer die Verkehrssicherheit dar als die Gruppe der 25- bis 65-jaehrigen Verkehrsteilnehmer. Die Gruppe der ueber 75-Jaehrigen dagegen ist (insbesondere als Fussgaenger und Radfahrer) staerker gefaehrdet als juengere Verkehrsteilnehmer. Der Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit im Seniorenalter muss daher bei der Gruppe der ueber 75-jaehrigen aelteren Menschen liegen, und zwar besonders bei den aelteren Fussgaengern und Radfahrern. Die seniorenorientierte Praeventionsarbeit sollte auch Stadt- und Verkehrsplaner sowie die verkehrsueberwachenden Institutionen (Polizei, Strassenverkehrsaemter) einbeziehen. Einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit von Seniorinnen und Senioren stellt weiterhin die Verbesserung der allgemeinen koerperlichen und geistigen Leistungsfaehigkeit dar. Anschliessend werden die Unfaelle Aelterer im haeuslichen Umfeld betrachtet und Konsequenzen fuer die Praevention eroertert. Beitrag zur Tagung "Mobilitaet und gesellschaftliche Partizipation im Alter" des Lehrstuhls fuer Verkehrspsychologie an der Technischen Universitaet Dresden mit Unterstuetzung des Bundesministeriums fuer Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 10. und 11. Juli 2001, Dresden. Siehe auch Gesamtaufnahme der Tagung, ITRD-Nummer D351925.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01192759
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-17-017990-X
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 2:57PM