Laermminderungsplanung in Deutschland: Evaluation eines kommunalen Planungsverfahrens

1990 wurde das Bundes-Immissionsschutzgesetz um den Paragrafen 47a ergaenzt, der bestimmte Gemeinden zur Aufstellung eines Laermminderungsplanes verpflichtet. Das Erscheinen der EU-Umgebungslaerm-Richtlinie 2002 wurde zum Anlass genommen, die bisherigen Erfahrungen in Deutschland zusammenzutragen. Bis zum Sommer 2000 hatten rund 350 Gemeinden mit Arbeiten an einem Laermminderungsplan begonnen. Es zeigte sich, dass die Wirksamkeit der Laermminderungsplanung gering war. 42 Prozent der befragten Gemeinden fuehrten nach der Phase der Laermanalyse auch eine konzeptionelle Massnahmenplanung durch. Nur 27 Prozent setzten geplante Massnahmen wenigstens zum Teil durch. Laermminderungsplaene wurden meistens dann erstellt, wenn sie gefoerdert wurden oder die Gemeinde ueber eine ausreichende Finanzkraft verfuegte. Eine direkte finanzielle Foerderung fuehrte eher zum Abschluss des Verfahrens als die indirekte Foerderung durch unentgeltliche Schallanalysen durch Landesbehoerden. Zur Optimierung des Planungsverfahrens wird vorgeschlagen, in Gemeinden mit Konflikten durch verschiedenartige Laermquellen die Laermminderungsplanung wie bisher als eigenstaendiges Verfahren durchzufuehren, in Gemeinden, in denen der Verkehr eine herausragende Bedeutung hat, Immissionsberechnungen und Betroffenheitsanalysen in die kommunale Verkehrsentwicklungsplanung einzubeziehen.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01192145
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • ISBN: 3-88211-137-2
  • Files: ITRD
  • Created Date: Oct 7 2010 3:00PM