Messung der Hydrophobierungsqualitaet von fluessigen und pastoesen Hydrophobierungsmitteln

Die Zusaetzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien fuer Ingenieurbauten (ZTV-ING) sehen fuer regelwerksgemaess hergestellte Betonbauteile von Ingenieurbauwerken grundsaetzlich keine planmaessigen Oberflaechenschutzmassnahmen vor. In Ausnahmefaellen kann jedoch ein Oberflaechenschutz fuer Bauteile im Spritzwasserbereich zweckmaessig sein. Vorbeugend koennen neu erstellte Brueckenkappen im Spritzwasserbereich gegen das Eindringen betonschaedigender Stoffe (insbesondere Chloride) geschuetzt werden. Eine einfache und kostenguenstige Oberflaechenschutzmassnahme ist die Hydrophobierung. In einer umfassenden Untersuchungsreihe wurden von 1989 bis 1995 und vereinzelt bis heute marktuebliche Hydrophobierungsmittel hinsichtlich ihrer Dauerhaftigkeit untersucht. Etwa die Haelfte der Produkte zeigte eine gute Qualitaet und Wirksamkeiten bis zu 10 Jahren. Es wird angenommen, dass die Qualitaet inzwischen noch gestiegen ist. Mittlerweile finden sich auf dem Markt der Oberflaechenschutz-Systeme neben den duennfluessigen auch pastoese Hydrophobierungen, die sich insbesondere auf stark geneigten Flaechen und auf Unterseiten ohne groessere Verluste bei der Applikation einsetzen lassen. In der aktuellen Untersuchung soll nachgewiesen werden, ob die Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit der Hydrophobierungen tatsaechlich gestiegen sind. Hydrophobierungen koennten dann kuenftig auch an Stellen eingesetzt werden, wo heute noch hoeherwertige Oberflaechenschutz-Systeme mit entsprechend hoeheren Kosten verwendet werden muessen. Dies wuerde Kosten sparen und die Umwelt schonen.